SPORT-2000-Traunsee-Bergmarathon 2022

Die Legenden-Rückkehr
Martin Eisenknapp am Berg | © Sport 2000

Übersicht

Veröffentlicht am 15.05.2022, Lesedauer: 11 Minuten

Schon wenige Stunden nach dem Anmelde-Start waren sämtliche Startplätze für den 33. SPORT-2000-Traunsee-Bergmarathon am 2. Juli 2020 vergeben. Das Event wird von einer Faszination begleitet, die nach der Zwangspause im Vorjahr nur noch mehr gewachsen ist. Für viele Trailrunner ist die Traunsee-Runde über Stock und Stein längst zum Highlight der Saison geworden. Kein Wunder, immerhin lockt die Veranstaltung Extrem-Läufer mit außergewöhnlichen Reizen wie:

  • dem Start um 03:00 Uhr morgens
  • der ultimativen Länge (63 km) 
  • 4.500 Höhenmeter an einem Tag

Vom Gmundner Rathausplatz aus bewältigen die Teilnehmer auch in diesem Jahr Anstiege mit über 1.000 Höhenmetern, alpine Steige, aber auch unbeschreiblich schöne Panoramatrails und sanfte Grashügel. Es ist ein Mix an gewaltigen Eindrücken und Emotionen, der den Bergmarathon so besonders macht. Übrigens gilt das nicht nur für Ultra-Läufer: Wer nicht über die volle Distanz gehen will, hat die Möglichkeit, die halbe Strecke in eine der beiden Richtungen zu absolvieren.

Trailrunning mit Seeblick in Österreich | © Sport 2000

7 Berge – 7 Legenden

Um das „Feeling“ für den Traunsee-Bergmarathon für alle greifbar zu machen, hat SPORT 2000 im Vorjahr das Projekt „7 Berge 7 Legenden“ ins Leben gerufen. Dabei wurden sieben legendäre Bergfexe zu ihren ganz persönlichen Geschichten auf ihren Lieblingsbergen interviewt:

  • Episode 1: Grünberg – Benedikt Rabberger
  • Episode 2: Traunstein – Nina Bauer
  • Episode 3: Spitzelstein – Roman Gruber
  • Episode 4: Feuerkogel – Willi Riederer
  • Episode 5: Hochsteinalm – Anna Kronberger
  • Episode 6: Grasberg – Katrin Pleil & Gerhard Lamprecht
  • Episode 7: Gmundnerberg – David Kapsamer

Legenden-Reload im Jahr 2022

In diesem Jahr wird die Geschichte der Legenden um ein Kapitel erweitert. Via Social-Media-Voting wurde mit Gleichgesinnten ermittelt, wer von den drei Legenden Nina Bauer, Roman Gruber und David Kapsamer erneut vor die Kamera tritt. Mit der oder dem „Auserwählten“ verfolgst du dann die gesamte Vorbereitungsphase hautnah mit: von Streckenmanagement über Ausrüstungsfragen bis zur Startnummernabholung. Zudem gibt er oder sie Live-Einblicke während des Laufs. Hier erfährst du alles, was du zum diesjährigen Projekt wissen musst!

Aussicht Bergmarathon Traunsee | © Sport 2000

Behind the Scenes

Einblicke gibt es auch von einem, der den Traunsee-Bergmarathon kennt wie kein anderer. Martin Eisenknapp organisiert das Event zusammen mit 150 ehrenamtlichen Helfern und einer unverkennbaren Leidenschaft. Im Gespräch mit SPORT 2000 lässt er sich über die Schulter schauen.

Was genau ist deine Rolle beim Bergmarathon und wie lange machst du das schon?

Seit Ende des Jahres 2019 organisieren wir – Martin Schimpl, Wolfgang Dutzler und ich – im Namen der Naturfreunde Gmunden und Ohlsdorf hauptverantwortlich den Traunsee-Bergmarathon. In den mittlerweile 2,5 Jahren konnten wir zwar erst eine Veranstaltung durchführen, dafür dann aber gleich mit einem genialen Bergmarathon-Wochenende überzeugen.

Meine Aufgaben sind dabei die Bereiche Marketing, PR und Sponsoren bzw. die Betreuung aller „technischen“ Anwendungen von der Zeitnehmung bis zur Website.

Wie ist der Austausch/die Zusammenarbeit mit SPORT 2000 als Hauptsponsor?

Die Zusammenarbeit mit SPORT 2000 gestaltet sich unkompliziert, professionell und geht komplett selbstverständlich von der Hand. Wir sind froh, SPORT 2000 als Unternehmen mit an Bord zu haben, dem es wichtig ist, den Traunsee-Bergmarathon als regional starkes Event zu unterstützen. Davon profitieren am Ende alle. 

Was glaubst du schätzen die Teilnehmer am meisten am Bergmarathon?

Der Traunsee-Bergmarathon hat eine besondere Anziehungskraft. Sicherlich ist es in erster Linie die Landschaft um den Traunsee mit ihrer unfassbaren Schönheit, die die Teilnehmer anlockt. Gleichzeitig hat sich, vor allem regional, ein gewisser Mythos entwickelt, wonach es für sportliche motivierte Menschen schon fast zur Lebensaufgabe gehört, einmal beim Traunsee-Bergmarathon dabei gewesen zu sein und gefinisht zu haben. Was diese Leute aber nicht wissen – wenn man mal den Einlauf am Gmundner Rathausplatz oder in Ebensee gemacht hat, so will man es nicht bei einmal belassen. Das kann ich aus eigener Erfahrung sagen.

Was bedeutet der frühe Start um 03:00 Uhr für deinen Tagesablauf am Vortag und am Event-Tag?

Mir macht diese Zeit nichts aus, im Gegenteil, wenn man nach vielleicht drei Stunden Schlaf durch Gmunden fährt und um 01:30 vor Ort noch alles ruhig ist, man die Lichter einschaltet, geht man zwar etwas angespannt, aber doch in Ruhe nochmal gedanklich den Tage samt Programmpunkten durch.

Der Tagesablauf vom Vortag ist da wesentlich hektischer mit letzten Aufbauarbeiten, Koordination der Helfer und Start der Startnummernabholung bzw. des Kinderlaufes.

Was ist dein persönliches Highlight als Organisator? Gibt es auch was Überraschendes?

Highlights sind für mich alle Zieleinläufe, egal ob von den Siegern oder wenn jemand nach 15 Stunden das Ziel erreicht. Die Freude und Emotionen der Teilnehmer nehmen einen ganz einfach mit und lassen Mühen oder Stress vergessen. In solchen Momenten weiß man ganz genau, wofür man das alles macht.

Die Überraschungen sind meist mit dem Wetter verbunden, aber auch andere Höhepunkte wie Heiratsanträge oder Liebesbeweise waren schon dabei.

Trailrunning mit Seeblick  Traunsee

Wie waren deine Erfahrungen als Teilnehmer?

Ich war schon mehrfach dabei, auf allen Strecken und will auch in Zukunft wieder als Teilnehmer mit dabei sein.

Es ist schon eine Weile her und wie überall bleiben die schönen Momente in Erinnerung. Der Schönste war bis dato sicherlich der Zieleinlauf in Gmunden bei der Teilnahme am Gesamtmarathon. Mir ist es körperlich sehr gut gegangen, war auch mit meiner Leistung mehr als zufrieden und so konnte ich den Empfang von Familie und Freunden voll genießen. Da hat man sogar Gänsehaut und etwas feuchte Augen. Natürlich gab es im Verlauf des Tages auch schwierige Phasen, so hatte ich etwa vor den ersten Stufen zum Feuerkogel rauf Anzeichen von Krämpfen in den Beinen, da hat man auch schon mal Panik, dass es relativ schnell vorbei sein kann.

Was für ein Mensch läuft die volle Distanz? Aus welchem „Holz” muss man da geschnitzt sein?

Meiner Meinung nach kann jeder die volle Distanz machen, der die Motivation aufbringt, sich entsprechend vorzubereiten und die notwendige mentale Stärke mitbringt, auch dann weiterzumachen, wenn es mal wo zwickt. Man muss kein Vollblutsportler sein, aber Vorbereitung und dann auch die Einteilung der Kräfte sind das A und O.

Warum gibt es das aktuelle Teilnehmerlimit?

Beim Traunsee-Bergmarathon bewegt man sich mitunter in alpinem Gelände und zum Beispiel auf den Traunstein rauf auf einem Steig, der als Klettersteig zählt. Mit einem Limit können wir bestimmte Risiken minimieren, das Teilnehmerfeld besser kontrollieren und auch die Kapazitäten in den Start- und Zielbereichen haben wir damit unter Kontrolle. Der Traunsee-Bergmarathon ist keine Veranstaltung, wo es darum geht, mit möglichst vielen Teilnehmern möglichst viel Geld zu verdienen. Sondern in einem von uns als sinnvoll angesehenen Rahmen für alle Teilnehmer, Partner und Sponsoren eine geniale Veranstaltung auf die Beine zu stellen.

Ist in Zukunft irgendetwas besonderes geplant, das du schon ankündigen möchtest?

Natürlich hat man nach einer Veranstaltung gleich wieder neue Ideen oder Verbesserungsmöglichkeiten. Für uns als neues Organisationsteam ist es 2022 erst der zweite Traunsee-Bergmarathon und hier werden wir erstmal versuchen, an kleinen Schrauben zu drehen. Nachdem wir alle selber viel bei Events unterwegs sind und gerne lange Strecken laufen, kreisen nach unseren Läufen aber schon immer wieder Gedanken um eine Erweiterung der Distanzen.

Welche Ausrüstung sollte man mindestens mitnehmen und welches Schuhwerk eignet sich?

Als Pflichtausrüstung benötigt man in seinem Rucksack Bekleidung, mit der man den Körper komplett bedecken kann inklusive Regenjacke und Kopfbedeckung, ein Erste-Hilfe-Paket, Rettungspfeife, ein Trinkbehältnis für mindestens einen Liter, ein aufgeladenes Mobiltelefon mit eingespeicherten Nummern von Organisationsteam und alpinem Notruf sowie eine Stirnlampe für die beiden Strecken mit frühen Starts.

Auch festes, geschlossenes Schuhwerk ist Pflicht. Es gibt mittlerweile unzählige gute Trailrunningschuhe und jeder hat hier seine eigenen Vorlieben. Ich bin eher der Typ „weniger ist mehr” und bevorzuge wenig Stütze, flache Fersensprengung – ich spüre gerne den Untergrund und habe damit auch das Gefühl, mehr Grip zu haben.

Wie lange ist ein durchschnittlicher Teilnehmer unterwegs?

Die größte Dichte ist sicherlich bei rund 12 Stunden. Man läuft damit um ca. 15:00 ein und hat noch sehr lange Zeit, seine Zielankunft zu feiern.

Was ist „schlimmer”, die 63 km oder die 4.500+ hm?

Auf jeden Fall die 4.500 hm. Die Kilometer sind oft gar nicht so spürbar, man ist abgelenkt vom ständigen bergauf und bergab. Natürlich sind 4.500 hm im Anstieg nicht wenig, vor allem sollte man aber auch bedenken, dass man diese Höhenmeter auch runter muss. Das scheint zwar vermeintlich weniger anstrengend, für die Muskulatur sind es aber meistens diese Schritte, die am meisten schmerzen.

Was passiert Spannendes „hinter den Kulissen” am Eventtag, das Teilnehmer und Besucher vielleicht nur am Rande (oder gar nicht) mitbekommen?

Ein wesentlicher Teil am Veranstaltungstag sind die Themen Sicherheit und Versorgung. Vieles ist im Ablauf genau geplant, beim Thema Sicherheit muss man aber einfach ständig im Austausch und bei der Überprüfung sein. Zusammen mit einem eigenen Sicherheitsbeauftragten wird ständig Kontakt zu den Einsatzkräften gehalten (Bergrettung, Ärzteteams, Versorgungsstationen) und mit den 15 elektronischen Kontrollstellen die Bewegung der Teilnehmer mitverfolgt. Bei Auffälligkeiten werden hier sofort Kontrollmaßnahmen eingeleitet.

Salomon Trairunning Schuh | © Salomon

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