Haltung und Laufen

Wie du mit Leichtigkeit deinen Laufstil auf ein neues Level der Effizienz bringen kannst.
Bild: Florian Reiter

Übersicht

Veröffentlicht am 30.07.2021, Lesedauer: 2 Minuten
Ein Beitrag von Sport-Physiotherapeut, Trail-/Running-Coach und geprüfter Mentaltrainer Florian Reiter

Wie so oft im Leben sind es die wirklich einfachen Dinge, die einen großen Unterschied ausmachen können. Als ich vor 13 Jahren mit dem Laufcoaching begonnen habe, war mir noch nicht bewusst, in welchem Ausmaß die Körperhaltung den eigenen Laufstil und viele weitere Bereiche verändern kann.

Eine für dich optimale Haltung im Alltag und beim Laufen hat sehr positive Auswirkungen auf

deine Bewegungseffizienz hinsichtlich Fußaufsatz, Armpendel oder Schrittfrequenz.

die Belastung deiner Wirbelsäule und Bandscheiben.
Ein Bandscheibenvorfall hat meiner Erfahrung nach übrigens noch nie zur lebenslangen Laufpause geführt. Je nach Ausgangslage kann Laufen dabei sogar ein sehr wertvoller Teil der langfristigen Genesung und Prävention darstellen.

die Beanspruchung von Sprung-, Knie- und Hüftgelenk und deiner Muskulatur.
Ein sitzender Lebensstil mit wenig Körperspannung fordert Muskeln und Gelenke deutlich mehr.

deine Atmung. Dein Zwerchfell kann bei einer aufrechten Haltung viel besser seiner Funktion nachkommen, dir mehr Sauerstoff zur Verfügung stellen und Seitenstechen auf Distanz halten.

deine Laufgeschwindigkeit: wenn du die Schwerkraft und deine biomechanischen Voraussetzungen in deinem Sinne nutzen kannst und nicht dagegen ankämpfst, resultiert das eigentlich immer in einem höheren Tempo bei weniger Energieaufwand. Gib dir hier Zeit und lass dich nicht täuschen: Anfangs führt eine Umstellung oft zu einem erhöhten Puls und ungewohnten muskulären (Neu-) Beanspruchungen.

das Gefühl von Locker- und Leichtigkeit beim Laufen!

Bild: Hendrik Auf'mkolk

Wie geht das?

Tatsächlich kannst du diese Veränderungen sehr einfach erreichen, wenn du einige Dinge berücksichtigst:

  • Konstanz: Werde dir deiner Haltung im Alltag beim Sitzen, Stehen, Gehen und Laufen immer wieder bewusst und nutze tägliche Aktivitäten um hier eine langfristig wirksame Entwicklung für dich zu ermöglichen.
  • Körpersignale: Wenn dir dein Körper signalisiert, dass etwas nicht passt, du dich überfordert fühlst oder deine aktuelle Körperhaltung zu Schmerzen führt, dann reagiere umgehend darauf und finde Lösungen dafür. Setze neue Impulse immer ganz behutsam, damit dein Körper ausreichend Zeit hat, um sich an die ungewohnten Bewegungsabläufe zu gewöhnen.
  • Visualisieren: Stell dir vor, wie dich ein Faden oder Heliumballon beim Gehen, Wandern, Stiegen steigen oder Laufen nach oben und leicht nach vorne zieht. Schau dir dazu gerne das aktuelle Videotutorial  an. 
  • Kontraste: Variiere ganz bewusst mit sehr gegensätzlichen Körperhaltungen, um die für dich (und die aktuelle Situation) optimale Position zu erspüren. Du kannst dich z.B. ganz groß oder klein machen oder dir vorstellen wie dich der Faden nach vorne-oben oder hinten-unten zieh
  • Beobachtung: ein Blick von außen wie z.B. bei einer Lauf- und Bewegungsanalyse ist in vielen Fällen sehr wichtig um das innere Bild von deiner Bewegung einmal abzugleichen und deine Körperwahrnehmung zu schulen.
  • Leichtigkeit: das spielerische Ausprobieren ist für mich die Basis um etwas langfristig und mit Freude zu tun!
Bild: Florian Reiter

Nun wünsche ich dir viel Spaß beim Erforschen!

Dein Sportphysio Florian
 

 

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