Klettersteige:
no more vertical limits!

Mann mit Salewa-Ausrüstung am Klettersteig

Übersicht

Veröffentlicht am 13.09.2021, Lesedauer: 7 Minuten

Klettersteiggehen boomt und gehört mittlerweile zu den beliebtesten sommerlichen Alpinsportarten! Das zeigt schon allein die Zahl der Vie Ferrate in Österreich: Waren es 2016 rund 330, so sind es aktuell bereits mehr als 500 – Tendenz steigend! Dabei werden die neu errichteten Klettersteige immer spektakulärer und actionreicher. Ein absoluter Traum für alle passionierten Klettersteiggeher! Aber gerade weil die Steige immer gewagter werden, schadet es auch echten Stahlseil-Profis nicht, sich von Zeit zu Zeit die Sicherheitstipps und Benimm-Regeln in Erinnerung zu rufen ...

Von der Sturmleiter zum Klettersteig

Begonnen hat alles im Jahr der Entdeckung Amerikas: 1492 wurde der allererste Klettersteig auf dem französischen Mont Aiguille, den „Unbesteigbaren“, errichtet. Erst in Begleitung eines Spezialisten für Sturmleitern konnte ein Offizier König Charles VIII. den Berg bezwingen. In Mode sollten Klettersteige allerdings erst rund 400 Jahre später kommen: Ab 1843 wurde der Dachstein in der Steiermark mit Eisen gesichert, ab 1873 die Zugspitze. Damals mit dem Ziel, bestimmte Bergziele wie Hütten oder Gipfel auch dem „Normalbergsteiger“ mit möglichst wenig Eiseneinsatz zugänglich zu machen. Beispiele für diese Art der Erschließung mit Klettersteigen sind berühmte Klassiker wie der Jubiläumsgrat auf die Zugspitze oder auch der Alpinisteig in den Sextener Dolomiten.

Mann mit Salewa-Ausrüstung am Klettersteig

 

Das Motto heute: höher, steiler, actionreicher

Werden heute neue Vie Ferrate – also die Wege aus Eisen – angelegt, sind diese oft noch steiler, noch spektakulärer und bieten dem versierten Kletterer noch mehr Action. Die Fantasie der Klettersteig-Errichter kennt (fast) keine Grenzen. Aushängeschilder, die schon nach kurzer Zeit auf Grund ihrer klettertechnischen Anforderungen bekannt geworden sind, sind zum Beispiel der Kaiser-Max-Klettersteig in der Zirler Martinswand bei Innsbruck oder der mit actionreichen Stellen gespickte Klettersteig Tajakante auf den Vorderen Tajakopf bei Ehrwald. Zweifellos hat sich das Klettersteiggehen zu einer erlebnisreichen und sportlichen Alpinsportart entwickelt, die für jedes Können und jeden Anspruch die passende Route parat hat.

Sicherheitstipps für Einsteiger & Stahlseil-Profis

Ganz egal, ob Klettersteig-Einsteiger oder Stahlseil-Profi – bevor es  an den Fels geht, sollte man sich die grundlegenden Regeln fürs sichere Klettersteiggehen noch einmal in Erinnerung rufen. Damit aus dem vertikalen Vergnügen am Fels kein gefährlicher Drahtseilakt wird, haben wir hier für euch noch einmal die wichtigsten Sicherheits-Tipps rund ums Klettersteiggehen zusammengefasst:

10 Tipps fürs sichere Klettersteig-Vergnügen

Informiere dich vor jeder Tour über Gesamtanspruch, Schwierigkeitsgrad, Länge, Beschaffenheit, Dauer von Zu- und Abstieg, Schlüsselstellen und Notausstiege. Studiere dazu die Details in der Topo – diese grafische Darstellung der Klettersteig-Route findest du in jedem guten Klettersteigführer oder auch online, z. B. bei bergsteigen.com. Nicht vergessen: vor der Tour unbedingt Wetterverhältnisse checken!

Der Gesamtanspruch der Tour sollte dem eigenen Können entsprechen. Wählst du eine zu schwierige Tour, macht das nicht nur keinen Spaß, sondern es kann auch zu gefährlichen Situationen führen. Vielleicht am Beginn der Saison eher mal easy einsteigen …

Das A und O auf jeder Klettersteigtour: eine vollständige, funktionierende Ausrüstung und der richtige Umgang damit! Dazu gehören Klettergurt, Klettersteigset, Helm, feste Schuhe und Handschuhe – und natürlich auch die passende Kleidung. Für den Notfall unbedingt einpacken: Erste-Hilfe-Paket und Mobiltelefon.

Vor allem am Saisonbeginn sollte man ein kritisches Auge auf den Zustand eines Klettersteigs haben. Wie sehen die Seile aus? Sitzen die Verankerungen fest? Denn Steinschlag, Schnee, Frost oder Korrosion können Schäden an der Steiganlage hinterlassen haben. Und natürlich gilt: Ist ein Steig gesperrt, keinesfalls einsteigen!

Bevor es losgeht: Partnercheck nicht vergessen! Kontrolliert euch gegenseitig: Ist der Gurt korrekt angelegt und verschlossen? Passt die Verbindung zwischen Klettersteigset und Klettergurt? Sitzt der Helm? Erst wenn alles passt, kann’s losgehen!

Achte darauf, dass du immer korrekt gesichert bist! Sprich: Es sind immer beide Karabiner am Stahlseil eingehängt. Und beim Umhängen an einer Verankerung wird ein Karabiner nach dem anderen umgehängt, sodass immer mindestens ein Karabiner am Seil hängt.

Im Klettersteig gilt: ausreichend Abstand halten! Achte immer darauf, dass zwischen zwei Sicherungselementen nur eine Person unterwegs ist. Und an steileren oder kniffligeren Stellen kann der Abstand auch ruhig mal noch größer sein…

Kommt es zu einem Stau am Klettersteig, gilt: Der schnellere, bessere Kletterer nimmt Rücksicht auf den langsameren, schwächeren. Wichtig: Sprecht euch ab! Das verhindert gefährliche Situationen bei Überholmanövern oder auch bei Gegenverkehr.

Die goldene Regel beim Klettern lautet: Klettere kraftsparend! Das bedeutet: Steige sauber, hol die Kraft aus den Beinen, streck die Arme und gönn dir an schwierigen Stellen eine Verschnaufpause. Arme ausschütteln und weiter geht’s. Übrigens: Wer sauber steigt, verhindert Steinschlag. Die Nachkommenden werden es dir danken.

Klettersteiggehen ist ein Sport in der freien Natur. Also solltest du Natur und Umwelt den nötigen Respekt entgegenbringen. Müll und Lärm sind am Berg ein No-Go!

Nahaufname Mann am Klettersteig

Ganz schön safe!

Das Klettersteig-Equipment von Salewa

Ein wesentlicher Sicherheitsfaktor am Klettersteig ist eine vollständige und normgerechte Ausrüstung. Der perfekte Partner für alle Unternehmungen am Fels: die Südtiroler Firma Salewa. Unter den wachsamen Augen des Adlers entsteht am Firmensitz in Bozen technische Ausrüstung auf höchstem Niveau – die ganz nebenbei auch noch verdammt gut aussieht. Wir haben für euch ein paar Highlights von Kopf bis Fuß zusammengestellt:

Salewa Klettersteig-Ausrüstung Helme Bild: Salewa

Ein Helm ist auf dem Klettersteig ein unerlässlicher Teil der Ausrüstung! Hartschaum und eine spezielle Außenschale aus Kunststoff absorbieren die Energie von Steinschlägen oder Stürzen. Wichtig beim Kauf eines neuen Helms: Er soll gut sitzen. Der Salewa Vayu 2.0 (UVP € 150,–) ist ein besonders leichter Kletterhelm (280 g) mit carbonverstärkter Außenschale. Die robuste Konstruktion sorgt für erhöhten Steinschlag- und Aufprallschutz.

Salewa Klettersteig-Ausrüstung Handschuhe Bild: Salewa

Handschuhe schützen die empfindliche Haut vor „Reibungsverlusten“ und vor Verletzungen durch vom Stahlseil abstehende Litzen. Gefertigt werden sie aus robustem Material, das an besonders beanspruchten Stellen verstärkt ist. Zwei Wegbegleiter mit absoluter Handschlagqualität: die Via Ferrata Gloves für Damen und Herren (UVP: € 30,–) – mit verstärkter Innenhand, kurzem Bund, verstellbarem Klettverschluss und ohne Fingerspitzen für mehr Fingerspitzengefühl an Seil und Karabiner. 

Salewa Klettersteig-Ausrüstung Bekleidung Bild: Salewa

In erster Linie geht es in der Vertikale darum, dass Bekleidung und Equipment funktionell und schützend sind. Das heißt aber keineswegs, dass man dabei auf Style verzichten muss:

  • Immer wichtig in punkto Bekleidung am Klettersteig: genügend Bewegungsfreiheit, Robustheit und Flexibilität. Das fängt schon beim Shirt an: Das Agner Hybrid Dry Tanktop (UVP: € 40,–) für Damen ist auf athletische Top-Leistungen ausgelegt und dabei so bequem wie ein Baumwoll-Shirt. Und für die Herren: Das Agner Hybrid Dry  Zip Tee (UVP: € 60,–) ist ein atmungsaktives, pflegeleichtes T-Shirt mit kurzem Frontreißverschluss. 

  • Für Zu- und Abstieg oder für windige Situationen in der Wand ist ein flexibles Zusatzlayer gefragt. Ideal: Das Agner Hybrid Polarlite Durastretch Full-Zip Hoodie für Damen (UVP: € 120,– ) und für Herren (UVP: € 120,– ). Das innen weiche Polarlite-Fleece wärmt ohne zu beschweren und trocknet nach anstrengenden Zustiegen extrem schnell. Special-Kletter-Feature: Die Kapuze ist so geschnitten, dass sie perfekt unter den Helm passt.

  • Ebenfalls aus der Agner-Serie von Salewa: Die Agner Light Hose für Damen (UVP: € 100,– ) und Herren (UVP: € 120,– ) – beide wind- und wasserabweisend und dabei mega-strapazierfähig und ultra-stretchig, falls mal große Schrittweiten nötig werden.

Salewa Klettersteig-Ausrüstung Klettergurt- und Klettersteigset Bild: Salewa

Der Gurt, der das Klettersteigset mit dem Körper verbindet, darf weder zu eng noch zu locker sein. Und: Kleines Packmaß und geringes Gewicht sind für den Klettersteig wichtiger als dicke Polsterung, weil man ohnehin nicht im Gurt sitzt. Das Klettersteigset besteht aus zwei elastischen Ästen, die mit Karabinern am Stahlseil eingeklinkt werden. Im Falle eines Sturzes reißen die Nähte des Bandfalldämpfers und fangen den Sturz ab.

  • Der Xplorer-Klettersteiggurt von Salewa (UVP: € 65,–) ist ein robuster Allrounder für Damen und Herren. Er ist leicht, atmungsaktiv und sitzt extrem angenehm. Zusätzliches Sicherheits-Feature: Der im Sicherungsring und in den Einbindeschlaufen integrierte Abrieb-Indikator signalisiert, wenn das Material zu dünn wird.

  • Das Ergo-Core-Klettersteigset von Salewa (UVP: € 100,–) ist ein verlässlicher Partner auf der Via Ferrata. Die großzügig geschnittenen, ergonomisch geformten Karabiner lassen sich mit dem Druck aus dem Handballen öffnen und verschließen sich beim Loslassen von selbst. Das flache Profil sorgt dafür, dass sich die Karabiner im Extremfall verformen, aber nicht brechen.

Auf Schritt und Tritt

Festes Schuhwerk ist ein Must-have am Klettersteig. Aber die Entscheidung, ob hoher Schaft oder Low-Cut, ist manchmal weniger vom Steig selbst, sondern vielmehr von der Schwierigkeit des Zustiegs abhängig. Wichtig für den Einsatz an Fels und Eisen: eine verstärkte Spitze und eine stabile Sohle.

MS Wildfire Edge für Herren

Der MS Wildfire Edge von Salewa für Herren (UVP: € 160,–) wurde speziell für felsiges Gelände, technische Wege, Kletterzustiege und für Klettersteige entwickelt. Das Besondere: Im Bereich des Schafts sind weitere Laschen für die Schnürsenkel vorhanden, so kann man ohne die Schuhe zu wechseln vom Wander- in den Klettermodus switchen.

MTN Trainer 2 GTX für Damen

Mit seinem niedrigen und vor allem schmalen Schnitt ist der MTN Trainer 2 GTX (UVP: € 190,–) der ideale Schuh für Damen: für Bergwanderungen in felsigem Terrain, fürs Trekking und für den Einsatz am Klettersteig. Die Klettersteigzone im Mittelfußbereich der Vibram-Sohle sorgt für maximale Kraftübertragung und Halt auf Eisenelementen. Einfach genial: die Kletterschuh-Schnürung für die optimale Passform.

 

Salewa Klettersteig-Ausrüstung Schuhe

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