Wandern mit Kindern

Wenn der Berg die Kids ruft!

Wer seine Kids durch das Wandern mit der Natur Bekanntschaft schließen lässt, macht ihnen ein wunderbares Geschenk. Allerdings sollten Sie dabei die eigenen Ziele nicht mit jenen der Kinder verwechseln. Tun sie es trotzdem, drohen Überforderung und/oder Langeweile. Zum Beispiel, wenn man vom enormen Bewegungsdrang der Kinder im Vorschulalter auf ein ebenso großes Durchhaltevermögen schließt.
Ganz abgesehen davon, dass Kids in diesem Alter in Sachen Bewegungskoordination, Gleichgewichtsgefühl sowie Körperbau noch ganz natürliche Defizite aufweisen. Das ändert sich erst so um das 14. Lebensjahr.

Kleinkinder in die Trage

Wenn der Berg nicht nur die Eltern, sondern auch die ganz Kleinen ruft, dann geht ohne Trage am Rücken gar nichts.
Natürlich nicht irgendeine. Wir reden hier ausschließlich von exzellenten Produkten, die nur nach einer gründlichen Probe mit fachkundiger Beratung geschultert werden.
Ganz einfach deshalb, damit die Wirbelsäule des Nachwuchses und Ihre eigene keinen Schaden erleiden. Letzterer meidet mit einem Kind am Rücken überdies schmale Steige sowie rutschige Wege. Und er achtet zudem darauf, dass die Kleinsten sowohl vor Hitze wie auch Kälte geschützt sind und in den Genuss von ausreichend Pausen kommen.

Nicht zu hoch hinaus


Wenig überraschend ermüden Kinder schneller als Erwachsene. Dennoch sitzen sie bei den Pausen selten still. Macht aber nicht's, denn auch diese aktiven Pausen wirken regenerativ. Wenn die Kleinen dann auch noch über Essen und Trinken hinaus mit spannenden Geschichten und Naturerfahrungen versorgt werden, macht das Rasten und Gehen in luftigen Höhen doppelt Spaß.
"Höhe" ist übrigens auch das Stichwort für einen weiteren wichtigen Aspekt. Denn der "Höhenrausch" der Eltern sollte mit Kleinkindern bei 2000 Meter Seehöhe zu Ende sein. Das gilt auch für besonders schnelle Aufstiege mit der Seilbahn. Sind die Kleinen schon etwas größer, gelten 3000 Meter als Grenze. Die Kids haben einfach mit dem geringen Luftdruck und der hohen UV-Strahlung wesentlich mehr zu kämpfen. Eine Alternative zu hochalpinen Höhenflügen wäre zum Beispiel der Klettersteig.  

Kinder lieben Klettern

Kaum eine Betätigung ist für Kinder besser geeignet, um ihren natürlichen Bewegungsdrang auszuleben, als das Klettern. Sie wollen von Natur aus überall hinauf. Sei es das Klettergerüst im Garten, die Kletterwand in der Halle oder eben der Klettersteig.
Selbstverständlich immer mit der entsprechenden, kindergerechten Ausrüstung. Das heißt, Klettersteigsets müssen stets auf das Gewicht der Kids ausgelegt sein. Ebenfalls wichtig: entsprechende Sicherung durch einen erfahrenen Erwachsenen und die Bedachtnahme, dass Tritte für Kinder manchmal zu weit auseinander liegen sowie Sicherungsseile zu hoch angebracht sind. Mit einer entsprechenden Tourenplanung lassen sich diese Probleme relativ leicht in den Griff kriegen. Das Gleiche gilt fürs klassische Bergwandern.

Planung ist der halbe Spaß


Bei der Planung von Wanderungen spielen nicht nur die Höhe und der Schwierigkeitsgrad der Tour eine Rolle, sondern auch die Wahl der Rastplätze. Ideal ist abwechslungsreiches Ambiente wie Wiesen, Wälder und Wasser. Plus die schon erwähnte, erfahrungsorientierte Kommunikation, die man als Erwachsener dem Nachwuchs bietet. Nicht zu vergessen die kindgerechte Ausrüstung.
lso zum Beispiel ein Rucksack, der nicht mehr als 1 bis 3 Kilo wiegt und in dem Sachen wie das Lieblingskuscheltier, ein handliches Pixi-Buch oder eine kleine Belohnungsjause ihren Platz finden.
Womit nun auch ganz klar ist, dass man mit extremen Wanderungen wie Hoch- oder Gletschertouren den Kleinen keinen Gefallen tut. Sehr wohl aber lässt sich zusammenfassend feststellen, dass Bergerlebnisse für Kinder absolute und nachhaltig wirkende Highlights in ihrem noch jungen Leben sein können. Vorausgesetzt Sie beherzigen die angeführten Grundregeln.

Anreize fürs Wandern schaffen

Natürlich ist jedes Kind etwas Besonderes und hat deshalb seinen eigenen Kopf bzw. seine eigene Sicht der Dinge. Auch das jeweilige Alter spielt eine Rolle. Wenige Jahre können einen großen Unterschied machen. Dennoch gibt es beim Wandern einige grundsätzliche Regeln, die man als Eltern beherzigen sollte, will man Lust und Begeisterung bei seinem Nachwuchs fürs Bergwandern wecken.
  • den Weg zum Ziel machen: wählen Sie eine Route auf der es Höhlen zu entdecken gibt oder Wasserfälle zu bestaunen
  • das Fernglas mitnehmen: damit man sich coole Dinge oder Tiere von ganz weit weg ganz nah herholen kann
  • Tiere und Pflanzen identifizieren: ganz einfach mit einer App am Handy oder einem Buch in der Hand
  • Geocaching ausprobieren: das Wandern zu einer Schatzsuche machen, hierbei sollten Sie aber Ihren Nahcwuchs besonders gut im AUge haben
  • ein tolles Ziel aussuchen: es motiviert wenn man etwa eine geheimnisvolle Burgruine oder eine gemütliche Hütte mit leckerer Belohnung in Aussicht hat

Genug Pausen mit guter Jause

J

e kleiner Kinder sind, desto häufiger und länger müssen die Pausen sein. Hier gilt die Faustregel, wonach zirka 50 Prozent der Gesamtwanderzeit fürs Rasten reserviert sein sollen. Denn Kinder ermüden rascher.
Umgekehrt sind sie auch schneller wieder fit. Wenngleich rasten nicht stillsitzen heißt.
Vielmehr sind Pausen auch eine Zeit für Spiele oder Herumtoben in der Natur. Aber immer unter dem wachsamen Auge der Eltern, denn am Berg ist die Vorsicht ein ständiger Begleiter.
Beim Rasten darf natürlich auch eine motivierende Jause nicht fehlen. Ganz wichtig dabei ist viel Flüssigkeit. Denn Kinder benötigen bis zu zweimal mehr davon als ein Erwachsener. Tatsächlich sind Extraproviant aber auch Extrakleidung am Berg auch für Erwachsene durchaus vernünftig. Man denke nur an einen plötzlichen Regenschauer, bei dem eine wasserdichte Jacke gute Dienste leistet. In solchen oder ähnlichen Extremsituationen verlassen sich die Kinder darauf, dass Sie cool bleiben und möglichst viel Sicherheit ausstrahlen. Und das können sie besser, wenn sie alles Notwendige dabei haben und gut ausgerüstet sind.

Alles mit dabei

In Sachen Ausrüstung kommt es natürlich darauf an, wohin der Weg führt und wie lange er dauert.
Kurze Info dazu: Bergfexe empfehlen bei Kindern unter zehn Jahren maximal vier Stunden. Wir sprechen also von halbtägigen Wanderungen, maximal von Tagestouren.
Zur Standard-Ausrüstung gehören: 
 

 Proviant

 Bekleidung

 Ausrüstung

  • Flüßigkeit: am besten Tee oder Saft
  • Obst: wie Bananen und Äpfel
  • Brot, Wurst und Käse
  • Traubenzucker
  • schnelltrocknend
  • atmungsaktiv
  • hochwertige Schuhe
  • Regenschutz
  • Rucksackapotheke
  • Sonnencreme
  • Taschenmesser
  • Wanderstock

Alles was in einen perfekt gepackten Wanderrucksack zusätzulich noch hinein soll erfahren Sie hier, außerdem was in einer Rucksackapotheke immer zu finden sein muss.
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