Wanderhosen

Funktion und Komfort an den Beinen

Die Fähigkeit zu leiden, ist keine Tugend, die den Trekker von heute notwendigerweise auszeichnen muss. Dies umso weniger, als die Qual völlig überflüssig ist, weil sie sich durch perfektes Material leicht vermeiden lässt. Die Herstellung von entsprechendem Outfit kommt den Wanderern schon seit vielen Jahren mit Hightech-Entwicklungen wohlmeinend entgegen. Gleichzeitig wächst das Bewusstsein auch bei Gelegenheitswanderern, dass perfekte Schuhe und Jacken sowohl den Komfort als auch die Sicherheit erhöhen. Nur die Hose bleibt manchmal noch außen vor.

Jeans nein danke

Tatsächlich sind nach wie vor zu viele Wanderer mit Jeans unterwegs. Darunter auch viele Berggeher. Keine gute Idee, denn schon beim leichtesten Nieselregen saugt sich der Baumwollstoff voll und macht ihn schwer wie Blei. Dummerweise bleibt er stundenlang feucht und sorgt für unterkühlte Beine. Bei schweißtreibender Sonne klebt die durchfeuchtete Jean unangenehm auf der Haut. Ganz anders sieht das mit einer Wanderhose aus. Die bleibt geschmeidig, weil die Feuchtigkeit durchs Material entschwindet. Sie widersteht Wind und Nässe und sorgt für ein ideales Mikroklima. Wenngleich man schon sagen muss, dass diese Eigenschaften von Hose zu Hose durchaus unterschiedlich ausgeprägt sein können. Alles ist eine Frage des Materials und der Ausstattung.

Materialwahl bei Wanderhosen

Beim Material geht es im Wesentlichen um die Entscheidung, ob mit Membran oder ohne. Beide Varianten haben ihre Berechtigung, aber auch ihr Für und Wider.

Wanderhosen mit Membran

Wer sich zum Beispiel für Softshell aus Stretch-Material mit Membranen entscheidet, wählt wahre Alleskönnner, die große Bewegungsfreiheit bieten. Solche Hosen sind sowohl für Sonnenschein als auch für Sturm und Regen gut gerüstet. Und zwar dank der Atmungsaktivität von Softshell sowie der Winddichtheit und Wasserdichtheit, für die verschiedene Membrane sorgen. Wenngleich klar ist, dass Hosen dieser Art aufgrund ihrer Multifunkti-onalität nicht jede Eigenschaft absolut perfekt gewährleisten können. Beispiel Atmungsaktivität: Dass Feuchtigkeit durch einen Stoff ohne Membran besser entweichen kann, liegt irgendwie in der Natur der Sache und ist gerade für Starktranspirierer von Bedeutung. Deshalb weiter im Text mit Trekkinghosen ohne Membran.

Wanderhosen ohne Membran

Nur weil Hosen keine Membran haben, heißt das noch lange nicht, dass sie winddurchlässig sein müssen. Dicht gewebte Stoffe können durchaus sich schnell bewegender Luft widerstehen. Wobei diese Eigenschaft dickere Materialien natürlich eher erfüllen. Wärmer sind sie allemal. Soll heißen, sie isolieren besser als ein dünner Stoff, sind also ideal für Wanderungen im Frühjahr oder Herbst. Die Dicke des Stoffes hat selbstverständlich auch maßgeblichen Einfluss auf seine Robustheit und den Schutz der Beine. Je mehr Stoff zwischen Haut und dem rauen und spitzen Teilen der Natur, desto größer die Widerstandsfähigkeit. Wenngleich etwa dünne bi-elastische Stretch-Softshell-Modelle in Sachen Riss-festigkeit den dicken Kollegen durchaus etwas entgegenzusetzen haben. Das Klima in einer Hose hängt jedoch nicht nur von der Art und Dicke des Stoffes ab, sondern auch vom Schnitt.

Schnitt der Wanderhose

Beim Schnitt lautet die Devise: je enger, desto wärmer. Aber natürlich nur dann, wenn die Hose bei den Knöcheln eng anliegt, weil sich sonst die Wärme genau dort verabschieden würde. Wer es kühler liebt, schlüpft in eine weite Hose, in der frische Außenluft Schritt für Schritt großzügig zirkulieren kann. Wenngleich die moderne Trekkinghose von heute in Sachen Weite flexibel ist. Soll heißen, dass sie sich zum Beispiel durch verstellbare Beinabschlüsse enger und weiter machen lässt. Flexibilität ist auch gleich das Stichwort für unser letztes Thema: die Beweglichkeit. Mal ganz abgesehen davon, dass Hosen mit abnehmbarem Fußteil um ein Stück mehr Bewegungsfreiheit bieten, gibt es mehrere Alternativen für die große Freiheit. Zum Beispiel Vollstretchhosen oder Hosen mit elastischen Einsätzen an den entscheidenden Stellen oder einfach Modelle, die weiter geschnitten sind.
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