Trinkflaschen

Zur richtigen Flasche greifen!

Trinkflaschen gibt es eine ganze Menge. Sie unterscheiden sich meist in Größe und Material. Zur Auswahl stehen solche aus Kunststoff, Aluminium und Edelstahl. Womit wir auch schon bei der ersten Frage wären: Welches Material eignet sich am besten?

Welches Material eignet sich bei Trinkflaschen am besten?

Nun, die meisten Trinkflaschen werden aus Polycarbonat hergestellt. Es ist transparent und farblos, kann jedoch in allen möglichen Farben koloriert werden. Ältere Modelle aus Polycarbonat geben beim Erhitzen Zersetzungsprodukte wie Bisphenol A (BPA) ab. Mittlerweile gibt es jedoch BPA-freie Trinkflaschen. Und solche aus Polypropylen. Das ist ein etwas weicherer Kunststoff als Polycarbonat, der häufig für Fahrradflaschen verwendet wird. Doch Achtung: Polypropylen kann, muss aber nicht, Weichmacher enthalten, die sich beim Erhitzen lösen. Der große Vorteil von Kunststofflaschen ist ihr Gewicht. Ein Exemplar von etwa einem Liter Volumen und 30 Zentimetern Länge wiegt nur etwa knapp 100 Gramm.

Alu- oder Plastiktrinkflasche?

Flaschen aus Alu isolieren besser als Plastikflaschen. Aus einem Stück gearbeitet werden sie von innen hauchdünn mit einer Folie beschichtet. Diese Folie verhindert, dass zum Beispiel Fruchtsäuren das Aluminium angreifen und es oxidieren lassen. Kleiner Nachteil: Die Folie dehnt sich nicht. Sollte die Flasche herunterfallen und verbeulen, kann die Folie an dieser Stelle abplatzen. Damit wird die gesamte Flasche unbrauchbar und landet im Müll. Bei Flaschen aus Edelstahl sieht alles schon wieder anders aus. Der Vorteil liegt hier in seiner völligen (Geschmacks-)Neutralität in Verbindung mit sämtlichen Lebensmitteln. Und damit auch mit Getränken aller Art. Allerdings gibt es noch relativ wenig Auswahl. Das ist auch insofern bedauerlich als Edelstahlflaschen unübertroffen robust sind und selbst Dellen der Funktionalität keinen Abbruch tun. Kleiner Nachteil: Eine Kompakt-Edelstahlflasche von gut 20 cm Größe wiegt annähernd 300 Gramm.

Verschluss-Optionen einer Trinkflasche

Der klassische Schraubverschluss mit Karabiner-Öse hat den Vorteil, dass er sich mit wenig Kraftaufwand absolut dicht schließen lässt. Allerdings benötigt man dazu – wie auch zum Öffnen - beide Hände. Passt fürs Wandern, weniger fürs Radfahren. Der Bügelverschluss hingegen lässt sich mit einem Griff öffnen und schließen. Flaschen mit Ventilverschluss sind selbst bei kohlensäurehaltigen Getränken auslaufsicher und das Ventilmundstück erlaubt tropffreies Trinken während der Bewegung. Ideal also zum Beispiel beim Laufen. Als perfekt für schnelles und bequemes Trinken bei Outdooraktivitäten erweist sich der Einhand-Druckverschluss. Der Deckel lässt sich mittels Metallbügel auch 100% wasserdicht verschließen. Durch das Abschrauben des kompletten Deckels kann die Flasche schnell aufgefüllt und perfekt gereinigt werden. Wichtig: Heutzutage haben viele Verschlüsse zudem eine Laschensicherung. Sie verhindert, dass der Deckel verloren geht. Doch damit der Möglichkeiten nicht genug. Bei Weithalsflaschen kann man sich zur Trinkkomfort-Verbesserung einen extra Trinkflaschendeckel anschaffen. Vorausgesetzt natürlich er passt. Dieser Deckel besitzt einen zweiten Schraubverschluss, der kleiner ist und somit 1a- Voraussetzungen zum Trinken bietet. Ein echtes Hightech-System mit weltweit einmaliger Vorentlüftung sowie eingesetzter Drehschiebesteuerung bietet ein Trinkhalmsystem. Die Flasche muss beim Trinken nicht gekippt werden, wodurch man in jeder Situation alles im Blick hat.

Thermostrinkflaschen

Soll das Getränk möglichst lange die gewünschte Temperatur behalten, sind Thermotrinkflaschen ein Must-have. Die hochwertigsten Modelle bestehen aus Edelstahl samt doppelwandiger Vakuumisolierung und Drehverschluss. Für Teeliebhaber gibt es sogar solche mit herausnehmbarem Teefilter, der sowohl mit Beuteln als auch mit offenem Tee funktioniert. Praktischer Tipp: Die beste Wirkung erzielt man dann, wenn die Flasche vorher ungefähr 10 Minuten lang mit heißem bzw. kaltem Wasser bis knapp unter den Rand befüllt und so temperiert wird. Dann Drehverschluss drauf und fest zuschrauben. Tatsächlich gibt es noch viele weitere Verschlusssystem und Thermokonzepte. Überdies spielt die Griffigkeit eine wichtige Rolle. Edelstahl- und Aluflaschen — insbesondere jene mit einem Durchmesser über acht Zentimeter – rutschen relativ leicht aus der Hand. Deshalb gibt es Modelle, die mit einem griffigen Pulver beschichtet sind. Taillierte Flaschen lassen sich von Haus aus besser greifen.  Bei einigen kann man sogar einen Wasserfilter aufsetzen. Der langen Rede kurzes Resümee: Aufgrund der zahlreichen Technologien und Features macht es wirklich Sinn, sich mit dem Thema näher auseinander zu setzen.

Trinkflaschen reinigen

Eine Trinkflasche richtig zu säubern heißt, sie keimfrei zu machen. Denn wenn Reste von Bakterienkulturen drinnen bleiben, verdirbt das nächste Getränk schneller als sonst. Normales Leeren, Ausspülen und Trockenlagern der Flasche genügt nicht. So geht es richtig:

Mit Abwaschmittel und Bürste
Die rustikale Herangehensweise erweist sich bei groben Ablagerungen als absolut richtige Methode. Ist die Oberfläche der Flasche etwas rauer, dann haften Keime besser an der Wand. Darum die Bürste. Der Nachteil: Mit ihr komm man nur schwer in die „Ecken“ und Winkel!

Mit Opas Gebissreiniger
Was gut für die Dritten ist, ist auch gut für die Trinkflasche. Denn Gebissreiniger lösen Ablagerungen, sind lebensmittelecht und wirken antibakteriell. Einfach eine Tablette in der Flasche auflösen (Mundstück und Deckel nicht vergessen), über Nacht stehen lassen und danach gut spülen. Sonst schmeckt das Iso-Getränk nach Zahnpasta.

Mit heißem Wasser
Keime sterben wenn sie in heißem Wasser gekocht werden. Genauer gesagt reichen schon etwa 70°C um sie zu töten. Es genügt also, Wasser mit dieser Temperatur in die Flasche zu gießen und abkühlen zu lassen, bei hartnäckiger Verschmutzung mehrmals. Aber Achtung! Nicht alle Flaschen halten derart hohe Temperaturen aus ohne sich zu verformen.
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