Trail Running

Runter vom Asphalt und rein ins Vergnügen

Runter vom Asphalt und rein ins Vergnügen jenseits altbekannter Trainingspfade: Trailrunning bringt Abwechslung in den Laufalltag!

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier – und dabei beflügelt doch nichts so sehr, wie hin und wieder ganz gezielt von eingefahrenen Mustern abzuweichen. Bei der täglichen Laufstrecke wäre dies nur der sprichwörtlich kleine Schritt: Denn gerade bei dieser Sportart ist die Wahlmöglichkeit der Trainingsplätze nahezu unbegrenzt. Warum nicht einmal eine abwechslungsreichere Route, die mitten in die Natur hineinführt, laufend erkunden?

Beim Trailrunning im Gelände wird der Körper ganz anders gefordert, als auf ebenem Asphalt. Denn „auf den Spuren der Natur“, auf natürlich variierendem Untergrund, wechseln so auch die beanspruchten Muskelgruppen. Laufend trainiert man damit den gesamten Körper, insbesondere auch Bauch und Rücken. Trailrunning ist ein Training von Kopf bis Fuß: Durch die sich ständig ändernden Sinneseindrücke, die Konzentration auf das Gelände und die dadurch erforderliche Koordination, ist der Geist gefordert – gute Fußarbeit hilf zusätzlich die Herausforderungen der neuen Route sowohl spielend wie auch kräfte- und gelenkschonend zu meistern. Denn ein monotoner Laufrhythmus ist offroad passé: Schrittlänge und –takt müssen kontinuierlich den örtlichen Gegebenheiten angepasst werden. Die Belohnung für diese Sonderleistung erfolgt gleich doppelt. Die Laufmuskulatur wird gestärkt und damit verbessert sich zusätzlich auch die Leistung, wenn es wieder auf den „normalen“ Trainingspfad zurückgeht.

Der perfekte Trailschuh:

Griffigkeit: Ein Trailrunningschuh zeichnet sich durch eine stark profilierte Außensohle aus, was guten Halt bei unebenem Gelände garantiert und ein Wegrutschen verhindert.

Hebelwirkung: Durch die flachere Bauweise des Trailrunningschuhs befindet sich der Fuß dichter am Boden, dem Umknicken des Fußes vorbeugt.

Dämpfung: Die Dämpfung des Schuhs ist abhängig vom Gewicht, dem Laufstil und der Fußform des Läufers. Erscheint ein Schuh im Geschäft eventuell als zu weich und zu gut gedämpft, kann sich dies beim Praxistest im Gelände durchaus relativieren, wenn die Kälte die Härte des Schuhs herauf- und gleichzeitig die Dämpfungseigenschaften herabsetzt.

Stabilität: So wie der Körper beim Trailrunning auf neue Herausforderungen aktiv reagieren muss, verlangt das Laufen über anspruchsvollen Untergrund nach einem Schuh, der dem Läufer in jeder Situation hervorragende Unterstützung bietet. Wesentlich ist daher eine verlässliche Stabilität.

Haltbarkeit: Trailschuhe haben wasserabweisendes, teilweise mit wasserdichter Membran versehenes, reißfestes und gut vernähtes Obermaterial. Zehen- und Fersenbereich sind speziell verstärkt und die Außensohle ist oft über die Zehenkappe hochgezogen.

Läuft man öfter als zwei Mal in der Woche, sollte man ein zweites Paar Schuhe zum Wechseln haben, damit sich das Material erholen kann.

Die richtige Kleidung beim Trailrunning

Was Trailrunner wollen, ist Sportswear, die bei Wind und Wetter leicht, weich und bequem ist. Der Körper darf gerade bei Nässe und Kälte nicht zu stark auskühlen. Um das zu verhindern, müssen die Teile am Körper sowohl vor Regen und Wind schützen also auch in der Lage sein, den Schweiß nach außen zu transportieren. Atmungsaktive Kleidung schützt den Läufer gleichermaßen gegen Hitze und Kälte. Natürlich darf man auch von der besten Textilausrüstung kein Wunderwerk erwarten. Den Körper bei extremen Bedingungen komplett trocken und warm zu halten, gleicht beinahe einer Quadratur des Kreises. Dennoch lässt sich mit der richtigen Funktionskleidung viel erreichen.

Innenschicht

Grundsätzlich gilt: Jede Schicht sollte mit Bedacht gewählt werden! Bei der Innenschicht ist eine hohe Atmungsaktivität gefragt. Die Passform spielt dabei eine wichtige Rolle. Nur wenn sie eng genug anliegen, ist eine optimale Schweißweiterleitung gesichert. Bei zu weiten Teilen nützen auch die besten Materialien wenig, da die Kleidung den Schweiß nicht richtig aufnehmen kann. Außerdem wichtig: hautfreundliche Trageeigenschaften und natürlich der Geruch. In vielen Funktionswäscheteilen werden bereits antibakteriell wirkende Materialien, die das Schweißaroma neutralisieren, verarbeitet.

Mittel- und Außenschicht

Die Mittelschicht dient vor allem der Wärmeisolierung. Gleichzeitig sollte sie aber auch luftdurchlässig sein. Damit die Haut während und nach dem Laufen nicht nass bleibt, sollte auch die zweite Schicht mit guter Schweißaufnahmefähigkeit überzeugen. Die Aufgabe der Außenschicht liegt in erster Linie im Schutz gegen Nässe- und Wind. Gleichzeitig hat sie dafür zu sorgen, dass der Schweiß von innen nach außen gelangen kann. Außerdem lohnt es sich, auf Details zu achten. Zum Beispiel auf die praxisgerechte Positionierung der Taschen und die Verarbeitung der Reißverschlüsse. Moderne Zipper sind sehr flach und meist auch wasserdicht. Wer all diese Tipps bei seiner Kleidung berücksichtigt, kann sich guten Gewissens auf den Weg machen, egal bei welchem Wetter.
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