Sonnenschutz

Wir klären weit verbreitete Irrtümer auf

Sonnencreme reicht als Schutz nicht aus

Dass auch bei Sonnenstrahlen zu viel des Guten schlecht sein kann, weiß heute jedes Kind. Weniger bekannt ist da schon, dass normale Kleidung keinen ausreichenden Schutz vor den kurzwelligen UV-Strahlen bietet. Und weil Biker beim Ausüben ihres Hobbies unter blauem Himmel gerne mal die Zeit vergessen, ist dieses Thema für jeden Radfahrer besonders relevant. Doch zum Glück existieren bereits jede Menge textiler Annehmlichkeiten, die Schutz und Bewegungsfreiheit kombinieren.

Schutz vor UV-Strahlen ist bei Kindern besonders wichtig

Eincremen kann zwar einen Sonnenbrand verhindern, schädliche UV-Strahlen dringen jedoch durch so manche Creme trotzdem. Auch mehrmaliges Eincremen erhöht den Sonnenschutz nicht, denn der Schutzfaktor bleibt dadurch bestenfalls gleich. Und auch Schatten als beliebter Zufluchtsort  schützt nur bedingt, denn auch diffuses UV-Licht kann Sonnenbrand verursachen. Sogar bedeckter Himmel lässt noch etwa 50 % der UV-Strahlung durch. Hierzu kommt noch die Tatsache, dass UV-Strahlen bei Kinderhaut besonders schädlich sind.

Nur Kleidung mit integriertem UV-Schutz schützt in jeder Situation

Ebenso unerlässlich wie die Sonnencreme ist ein spezieller UV-Filter bei Textilien. Denn die Sonne durchdringt Gewebe, die über keinen zusätzlichen UV-Schutz verfügen. Nässe, die Faserstruktur oder auch helle Farben bei „normaler“ Kleidung können die Durchlässigkeit noch weiter heraufsetzen. Gerade die hohe Strahlenintensität um die Mittagszeit, aber auch bei Aufenthalt im Schatten oder beim Baden – hier verliert die Sonne nur wenig ihrer Strahlenkraft bzw. an der Wasseroberfläche erhöht sie sich sogar noch – machen deshalb entsprechende Bekleidung unverzichtbar.
 
Zwar bietet jede Art von Textilien einen gewissen Sonnenschutz, ein normales Baumwollshirt bietet jedoch nur kurze Zeit ein ausreichendes Maß an Sicherheit. Sein UV-Protection-Factor (UPF) liegt bei 8 bis 10 und sinkt in nassem Zustand weiter. Moderne Sportbekleidung erfüllt heutzutage schon oftmals offizielle UV-Standards. Mit dem Versprechen „UPF 40“ kann der Träger demnach 40-mal so lange in der Sonne bleiben wie ungeschützt. Das sind Sonnenschutz-Werte, die sich sehen lassen könne.

Zertifizierter Schutz

UV-Schutz erzielt man grundsätzlich über zwei Wege. Erstens durch eine feste bzw. dichte Webart sowie die Dicke des Materials. Und zweitens aufgrund der Behandlung des Stoffes mit UV-abweisendem Material. Beim Kauf von Kindersommerbekleidung sollte man Produkte bevorzugen, die einen zertifizierten UV-Schutz aufweisen. Das heißt, es handelt sich hierbei um Kleidungsstücke, die auch dann noch zuverlässig gegen die Sonne schützen, wenn sie nass sind, gedehnt oder mehrmals gewaschen wurden. Gerade für Kids müssen sich die Stoffe aber auch weich anfühlen, damit sie angenehm zu tragen sind. Außerdem dürfen sie beim Schwitzen oder Baden nicht unangenehm auf der Haut kleben bleiben. Darüber hinaus spielt auch die Optik eine Rolle. Farbigkeit, Drucke und kleine Accessoires kommen beim Nachwuchs immer gut an.

Sonnenbrille: Schutz für die Augen

Für sportliche Erfolgserlebnisse in der freien Natur ist klarer Durchblick gefragt. Mit der richtigen Sportbrille kein Problem.
Die Grundfunktion einer Sportbrille ist zunächst einmal der Schutz vor der gefährlichen UV-Strahlung und vor extremer Helligkeit. Die UV-A Strahlen sollten zu 100 Prozent abgelenkt werden, hochwertige Brillen haben auch einen zu 100-Prozent wirksamen UV-B-Schutz. Weitere wichtige Funktion ist der mechanische Schutz vor Insekten, Staub oder Pollen. Unterschätzt wird oftmals auch der Schutz vor Zugluft und Wind. Tränende Augen behindern nicht nur die Sicht, sie gelten auch als Vorstufe von Entzündungen. Besonders bei widrigen Witterungsbedingungen oder extremen Anstrengungen macht sich eine zugfreie Scheibenbelüftung bezahlt: Die Scheiben beschlagen nicht. Sportbrillen der neuen Generation sind wahrliche Klimamanager: Sie gleichen Abweichungen vom individuellen Komfortklima aus und transportieren überschüssige Wärme und Feuchtigkeit ab.
 
Hier erfahren Sie mehr über wichtige Eigenschaften einer Sportsonnenbrille 

Sonnenbrille für Kinder

Zu einem perfekten Sonnenschutz für Kinder gehört selbstverständlich auch eine Sonnenbrille. Die kindliche Augenlinse lässt die gefährliche UV-Strahlung viel stärker durch als die eines Erwachsenen. Dadurch kann es zu einer schmerzhaften „Verbrennung“ auf der Hornhaut kommen. Entzündet sich diese zusätzlich, entstehen im schlimmsten Fall Narben, die die Sehkraft beeinträchtigen. Eine Kindersonnenbrille besteht idealerweise aus einem sehr flexiblen und bruchfesten Kunststoffgestell mit kratzfestem und splitterfreiem Glas und erzielte beste Sonnenschutz-Werte mit einem integriertem UV-A/B/C-Schutz. Achtung: Die Tönung der Sonnengläser sagt nichts über ihren UV-Filter bzw. über ihre Sonnenschutzwirkung aus.

Kopfbedeckung

Die Sonne scheint allerdings nicht nur auf den Oberkörper und die Beine, sondern ganz besonders auch auf den Kopf. Deshalb ist eine schützende Kopfbedeckung besonders wichtig. Am besten Hüte mit einer breiten, umlaufenden Krempe oder Kappen mit einem stabilen Schirm und ausreichend langem Nackenschutz. Absolut tabu: Kinnkordeln aufgrund der Strangulationsgefahr bei Kindern. Tabu ist es auch, einen Tag am Strand oder im Schwimmbad gänzlich ohne Kopfbedeckung sowie schützenden Shirts und Shorts zu verbringen. Denn Wasser und Sand reflektieren das UV-Licht und erhöhen somit die Gefahr auf Sonnenbrand.
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