Skiunterwäsche aus Merinowolle

Sie bietet zahlreiche Vorteile

Trockener Körper, angenehme Wärme, komfortables Tragegefühl, kein unangenehmer Geruch trotz schweißtreibender wintersportlicher Anstrengung. Ist das möglich? – Ja natürlich! Mit hochwertiger Unterwäsche. Zum Beispiel aus Merinowolle.

Merinowolle „wärmt“ perfekt

Wer Unterwäsche aus Merinowolle trägt, fühlt sich fast wie ein Schaf. Gemeint ist natürlich nicht der Intelligenzquotient, sondern vielmehr das Mikroklima am Körper. Merinowolle wirkt nämlich mit ihren natürlichen Thermoregulations-Eigenschaften wie eine Klimaanlage. Sie nimmt im Faserinneren Wasserdampf auf, während die Oberfläche das Wasser abstößt. Kaum zu glauben: Merinowolle kann bis zu 33 % ihres Trockengewichtes an Wasser aufnehmen, ohne sich feucht anzufühlen. Wasser beim Sport bedeutet in erster Linie Schweiß, der in den Kern der Faser eindringt. Gleichzeitig stößt die Oberfläche Wasser ab, womit sie außen trocken bleibt. Und sie leitet Feuchtigkeit superschnell ab.

Weit vorne liegt Merinowolle bei der Isolierfähigkeit. Das liegt in erster Linie an ihrer starken Kräuselung. Sie bewirkt, dass ungefähr 80 Prozent eines Wäscheteils aus Luft bestehen und nur 20 Prozent aus Stoff. Zudem hindert die Wolle die Luft an der Bewegung, was sie für den Körper leichter erwärmbar macht. Umgangssprachlich heißt es deshalb ja, dass Wolle gut „wärmt“, obwohl Wolle von sich aus eigentlich nur die Wärmestrahlung des Körpers reflektiert.

Genialer Zusatzeffekt: Weil die Wollfasern aus Eiweißmolkühlen bestehen, wärmt die Merinowolle auch in feuchtem Zustand. Und zwar deshalb, weil die Moleküle bei Kontakt mit Feuchtigkeit Wärme freisetzen.

Ideal für Allergiker

Nicht zu vergessen ein ganz wesentlicher Aspekt, der mit jedem Jahr immer aktueller wird: Als reines Naturprodukt erweist sich Merinowolle für Allergiker als ideale Alternative zu Kunstfaserunterwäsche. Deshalb greifen immer mehr Menschen zu Produkten aus Merinowolle, die mit ihren 16 Micron Faserdurchmesser eine der feinsten und angenehmsten ist, die es am Markt gibt.

Merinowolle kratzt nicht

Reine Schafwolle ist seit jeher besonders beliebt, hat jedoch eine unerfreuliche Nebenwirkungen: Sie kratzt. Deshalb greifen Sportler vor allem bei ihrer Unten-drunter-Garderobe gerne zu Produkten aus Merino-Wolle. Ihre Fasern sind nämlich mit 15 bis 25 Mikron wesentlich dünner als herkömmliche Schurwolle (30 bis 50 Mikron) und kratzen daher nicht. Die physiologische Kratzgrenze des Menschen liegt übrigens bei ca. 28 Mikron.

Tipp gegen Schweißgeruch

Ja, Merinowolle hilft auch gegen den lästigen Schweißgeruch, weil sie im Gegensatz zu Kunstfasern weniger Düfte aufnimmt. Schon nach kurzer Zeit an der frischen Luft riecht Ihre Unterwäsche wieder neutral und frisch.

Merinowolle ist pflegeleicht

Doch damit nicht genug der guten Eigenschaften. Es gibt noch viele weitere davon. Zum Beispiel nimmt Merinowolle Schmutz schlecht an und reinigt sich quasi von selbst. Außerdem knittert sie kaum, weil die Faser sehr elastisch ist. Darüber hinaus ist sie schwer entflammbar und überzeugt sie mit hoher Farbbeständigkeit.

Zusatzkick mit Kunstfasern

Weil der Mensch immer nach Verbesserungen strebt, versuchen auch Wollhersteller ihre Produkte stetig zu optimieren. Zum Beispiel durch die Beimengung von Kunstfasern. So kann es mit etwas Polyamid und Polypropylen gelingen, den ohnehin schon sehr hohen Kuschelfaktor von Merinowolle weiter zu steigern, die Trocknungszeit zu verkürzen oder mit Elastan dehnbarer zu machen. Wenngleich das Material zwar die wichtigste Voraussetzung für hochwertige Wäsche ist, ist es allerdings nicht die einzige. So beeinflussen zum Beispiel auch die Nähte den Tragkomfort. Flachnähte sind den herkömmlichen überlappenden Nähten haushoch überlegen. Schnitttechnisch gilt es, die Wäsche einerseits eng anliegend zu entwerfen, denn sonst funktionieren Isolation und Schweißtransport nur suboptimal. Andererseits fühlt sich etwas weiter geschnittene Wäsche einfach besser an. Wer hier den Kompromiss am besten schafft, hat die Nase vorn.

Zarte Designansätze

Es liegt in der Natur der Sachen, dass man die Unterwäsche seines Nächsten nicht allzu oft zu Gesicht bekommt. Und wenn, dann sind es vor allem die Hemden. Allerdings hat sich in den letzten Jahren die Meinung durchgesetzt, dass Unterwäsche nicht wie Unterwäsche aussehen muss. Deshalb haben sich in Sachen Design und Farbe zarte Ansätze entwickelt, die man zunehmend auch in der Skihütte begutachten kann.

Die Vorteile von Merinowolle im Überblick

In aller Kürze haben wir die positiven Eigenschaften von Merinowolle noch einmal für Sie zusammengefasst:
  • Merinowolle ist besonders Isolierfähig
    sie wärmt selbst bei Nässe
  • Merinowolle ist wärmeregulierend
    Sie nimmt im Faserinneren Wasserdampf auf, während die Oberfläche das Wasser abstößt
  • Merinowolle kratzt nicht
    das bewirken die besonders dünnen Fasern von nur 15-25 Mikron
  • Merinowolle ist schmutzabweisend
    sie lädt sich nicht statisch auf und zieht dadurch keine Schmutzparkikel an
  • Merinowolle ist weitgehend knitterfrei
  • Merinowäsche hemmt den Schweißgeruch
    umnd zwar deshalb, weil die Wolle den Schweiß im Kern aufnimmt
  • Merinowolle eignet sich für Allergiker
    da sie ein reines Naturprodukt ist
  • Merinowäsche wird immer funktioneller
    durch eimengen von Kunstfasern
  • Merinowäsche wird optisch immer ansprechender

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