Skiherstellung

The Making of Ski

Skier bestehen aus bis zu ca. 300 Einzelteilen und werden zum Teil aus sehr hochwertigen Materialien gefertigt. Zum Beispiel Karbon, Titan, Glasfaserlaminaten und natürlich immer auch noch aus Holz. Klar, dass diese bei ihrem Eintreffen in der Fabrik streng auf Qualität kontrolliert und dann für die Produktion vorgeschnitten bzw. vorbereitet werden. Im Folgenden ein Blick in die „Hallen“ eines renommierten österreichischen Herstellers.

Die Oberflächengestaltung

Skier müssen nicht nur im Schnee funktionieren, sondern auch vor der Hütte gut aussehen. Deshalb kommt der Oberflächengestaltung große Bedeutung zu. Das geschieht mit diversen Drucktechnologien. Zum Beispiel Siebdruck, bei dem in einem aufwändigen Verfahren alle benötigten Farben jeweils in einem eigenen Arbeitsschritt aufgetragen und getrocknet werden. Bei der Sublimation geht alles etwas schneller. Hier kommt ein Digitaldruck auf ein Trägerpapier rauf und wird dann in einer Presse bei hoher Temperatur auf die Skioberfläche übertragen.

Die Skifertigung

Ohne jetzt im Detail auf üblichen Verfahren einzugehen, funktioniert die Skiherstellung im Prinzip in 6 Schritten:

  1. Der Holzkern wird in die gewünschte Taillierung geschnitten und die Seitenwangen aufgeklebt.
  2. Der Kern wird auf den vorgesehene „Skikörper“ zurechtgehobelt. Die jeweiligen „Dicken“, die hier zustande kommen, entscheiden über Flex und Härte des Skis.
  3. Alle notwendigen Einzelteile werden zusammengestellt und zur Presse transportiert.
  4. Die Einzelteile kommen mit einem sogenannten Prepreg dazwischen schichtweise in das Presswerk. Das Prepreg dient der späteren Verklebung. Mit der Oberfläche wird die Pressform verschlossen und in die Presse gelegt.
  5. Beim ca. 18 Minuten dauernden Pressvorgang verflüssigt sich das Harz des Prepregs, verklebt die einzelnen Schichten und härtet danach bei einer Temperatur von ca. 120°C aus.
  6. Der Ski verlässt die Presse und kommt nach dem Wegschneiden des Überstandes auf die Schleifstraße geschickt.

Auf der Schleifstraße

Schleifstraßen können über drei Linien verfügen. Gemeinsam verpassen sie den Skiern im wahrsten Sinne des Wortes den letzten Schliff. Linie 1 besorgt den Grobschliff von Belag und Kanten. Linie 2 oder auch „Steinlinie“ genannt, übernimmt den Feinschliff. Linie 3 nennt man auch die Tuninglinie, wo jeder Ski den optimalen Kantenschliff erhält.

Das Finish

Das Finish ist noch nicht das Finale. Im Finish wandert der Ski für komplizierte Bohr- und Fräsvorgänge in eine CNC-Maschine, die Bindungsplatten und Skispitzen montiert sowie die Löcher für die Bindungsbacken vorbohrt. Bei der vollautomatischen Qualitätskontrolle werden die Skier gewogen, sowie die Vorspannung und der Biegekennwert gemessen. Anhand dieser drei Kennzahlen werden jene Ski zu Paaren zusammengestellt, die datenmäßig perfekt miteinander harmonieren.

Ab die Post

Das große Finale steigt in der Verpackungslinie, wo gewachst, poliert, foliert und eingeschweißt wird. Danach geht’s ins Fertiglager und von dort in den Versand zu den Sporthändlern.
nach oben