Skihelm kaufen leicht gemacht

Auf diese Produkteigenschaften kommt es an

Ein Skihelm ist zwar keine Vollkaskoversicherung gegen Kopfverletzungen. Die ca. zwei Zentimeter starke Kunststoffschicht kann aber durchaus zwischen Leben und Tod entscheiden. Ähnliches gilt für Protektoren am Rücken.

Verschiedene Bauweisen bei Skihelmen

Als überzeugter Helmträger hat man die Alternative zwischen zwei Herstellungskonzepten: In-mould oder zweistufige Bauweise. Bei ersterem werden Außen- und Innenschale unter Hitze geformt und verbacken. Die Außenschale besteht meist aus Polycarbonat, als dämpfendes Innenmaterial begegnet uns das gute alte Styropor, auch EPS genannt (expandiertes Polysterol). Beide Bauelemente stabilisieren sich gegenseitig. Diese Sorte von Helm wird meist als komfortablere „Halbschale“ mit abnehmbaren, weichen Ohrenteilen ausgeführt. Bei der zweistufigen Bauweise wird die Außenschale (zum Beispiel aus Carbon) in einem speziellen Spritzgussverfahren gefertigt und dann die EPS-Innenschale eingesetzt. Solche Helme verkraften sogar harte Schläge von Slalomstangen ohne dabei selbst beschädigt zu werden. In letzter Zeit sind auch Helme in kombinierter Bauweise aufgetaucht. Die untere Hälfte besteht aus einer komfortablen Inmould-Schale, die obere aus einer robusten Hartschale. Ein Vorteil dieser Konstruktion besteht darin, dass sich bei der Hartschalen-Konstruktion bessere Möglichkeiten bieten, die Lüftung zu integrieren.

Passform und Komfort

Das wichtigste Kriterium ist die Passform. Deshalb empfiehlt es sich, mit ausreichend Zeitbudget ins Geschäft zu kommen.

Der Helm passt, wenn er eng am Kopf sitzt um beim Anprobieren mit offenem Kinnband sowie offener Nackenfixierung trotz Kopfbewegungen nicht verrutscht. Wichtig: Die Kopfbandschnellverstellung soll bei Helmen mit diesem Feature nur der Feinjustierung dienen und ist bei guter Passform eigentlich gar nicht notwendig.

Belüftung: 
Eine gute Belüftung ist vor allem bei höheren Temperaturen gefragt. Wobei sich die Luft in einem intelligenten System idealerweise möglichst großflächig verteilen sollte.

Weitere komfortable Notwendigkeiten:
Leicht und mit Handschuh zu bedienender Kinnbandverschluss. Selbiges gilt für die Belüftungsschieber. Befestigungsriemen fürs Kinnband sowie Ohrenpolster sollten leicht anpassbar sein.

Guter Tipp:
Auf eine herausnehmbare und waschbare Innenpolsterung aus antiallergischem Material achten!

Ski- und Sonnenbrille

Die Skibrille ist der natürliche Freund des Helmes. Deshalb treten sie meist gemeinsam auf. Die Brille muss sowohl auf dem Helm gut sitzen als auch nach dem Aufsetzen am Gesicht abschließen und dennoch das Gesichtsfeld nicht einschränken.

Moderne Skihelme: Mit Bluetooth und MIPS

Immer mehr Beachtung finden auch moderne Kommunikationsfeatures in Helmen. Deshalb verkaufen sich sogenannte Multimedia-Helme mit austauschbaren Ohrenteilen und integrierten Kopfhörern fast schon wie die warmen Semmeln. Für manche Helmmodelle gibt es sogar Nachrüstsets.  Das neuste Feature in diesem Bereich: ein integriertes Bluetooth-System mit dem sich der Helm mit allen gängigen Smartphones koppeln lässt. Ganz nebenbei kann man sich beim Carven auch von Musik beschallen lassen, die das Handy freundlicherweise ins Ohr streamt. Aber bleiben wir gleich bei den letzten Schreien zum Thema Helm: Ein spezieller Sensor der die Kräfte, die während eines Aufpralls frei werden, misst. Somit meldet sich der Skihelm automatisch, wenn es Zeit wird, ihn auszutauschen. Außerdem ist dieses Modell in der Lage, Rotationskräfte bei einem schweren Sturz zu minimieren. Das sogenannte  MIPS-System (Multi-Directional Impact Protection System), eine Mischung aus Sicherheits- und Warntechnologie, macht’s möglich.

Kinderhelm

Auch für Kinderköpfe gilt: Auch hier schützt nur ein perfekt sitzender Helm wirklich. Ein Helm sollte nie zum „Mitwachsen“ gewählt werden und moderne Verstellmechanismen sollten auch hier nur der Feinjustierung dienen. Einfache und für Kinderhände leicht zu bedienende Verschlussmechanismen sind ebenfalls wichtige Kriterien.
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