Sicherungsgeräte

Damit nichts passiert, wenn was geschieht!

Ein Blick auf das große Angebot an Sicherungsgeräten zeigt, dass sich hier Vieles immer schneller weiterentwickelt. Natürlich muss man als gestandener Kletterer bzw. Alpinist nicht jedes Jahr auf das aktuellste Gerät wechseln. Viel entscheidender sind das Vertrauen in das eigene Gerät, das Kennen seiner Stärken und Schwächen sowie der völlige Automatismus beim Handling. Bemerkenswert ist nämlich, dass die verschiedenen Geräte keinem einheitlichen Bedienungsmuster folgen. Gleiche Handgriffe können sich je nach Modell völlig anders auswirken. Überall gleich ist allerdings der universelle Sicherungsgrundsatz, wonach man mit einer Hand immer das Bremsseil umschließen muss. Welche Sicherungsgeräte man verwendet, hängt selbstverständlich auch von der Art des Einsatzes ab.
 
Der Trend zu halbautomatischen Sicherungsgeräten zeichnet sich deutlich ab, die vor allem für Einsteiger, Gelegenheitskletterer sowie Sportkletterer wohl die bessere Lösung sind. Achter verschwinden zusehends, Tuber ohne Bremsschlitz ebenso.

Beim Alpinklettern in der Dreiseilschaft oder bei der Verwendung von Halbseilen sind beispielsweise Tuber mit Bremsrillen inklusive selbstblockierendem Plate für den Nachstieg eine vernünftige Entscheidung. Nicht so in Kletterhallen. Es sei denn, man sichert Personen, die deutlich leichter sind. Dieses „Allroundgerät“ zeigt auch beim Abseilen seine Stärken. Tuber mit Bremsrillen sind die am weitest verbreiteten Sicherungsgeräte. Es gibt eine Menge verschiedener Modelle am Markt, wenngleich sie sich nur für fortgeschrittene User wirklich empfehlen, die über ausreichendes Sicherungs-Know-how verfügen.

Guter Tipp:
Leichte Kletterer mit weniger Kraft in den Händen sollten vor allem bei Verwendung von dünnen und glatten Seilen die Bremsstufe durch Einhängen von zwei Karabinern erhöhen.

Halbautomaten im Trend
Beim Sportklettern hängt die Wahl des Sicherungsgerätes noch viel mehr als beim Alpinklettern von den individuellen Kletterkünsten ab. So paradox es zunächst klingt: Profis stürzen öfter. Das liegt allerdings auch daran, dass sie öfter klettern. Deshalb haben sie mit dem Sichern mit dynamischen Sicherungsgeräten viel mehr Erfahrung als reine Freizeit-Kraxler. Letztere sollten eher ein Sicherungsgerät nützen, das beim Halten eines Sturzes behilflich ist und den einen oder anderen Fehler verzeiht. Womit wir bei den Halbautomaten angelangt wären, die in den letzten Jahren deutlich an Beliebtheit zugelegt haben. Es gibt mehrere ihre Art.

Verschiedene Geräte

Das Grigri beispielsweise erfreut sich nicht umsonst großer Beliebtheit. Es erweist sich unempfindlich gegenüber Bremshandpositionsfehlern sowie beim Loslassen des Bremsseils. Darüber hinaus zeigt es bei der Toprope-Bedienung seine Qualitäten. Die Fehlbedienquellen sind bekannt und liegen vor allem im Ablassen, das geschult werden sollte. Das massiv ausgeführte Eddy bietet auch beim Ablassen hohe Sicherheitsreserven und eignet sich für alle Seildurchmesser. Mit etwas Praxis funktioniert auch die Seilausgabe klaglos. Ohne viel Mechanik kommt ein relativ neues Gerät aus: Das Smart verbindet gute Bedienbarkeit mit geringem Fehlerrisiko. Der Nachteil: Es blockiert bei glatten Seilen nicht vollständig.
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