Positive Aspekte Klettern

Warum Klettern so gesund ist

Tatsache ist, dass beim Klettern der gesamte Bewegungsapparat trainiert wird. Sprich alle Muskeln, von der Fingerspitze bis zu den Füßen. Die gleichmäßige Belastung des gesamten Körpers steigert die Fitness auf besonders effiziente Weise. Dabei ist es ganz egal, ob man am natürlichen Fels oder in Kletterhallen nach oben unterwegs ist. Doch das ist bei weitem nicht der einzige Grund, warum das Kletterfieber schon längst eine breite Masse erfasst hat.

Freiheit und Selbstvertrauen

So etwa schwingt beim Sportklettern ein sehr sympathisches Lebensgefühl mit. Spontanität, Kreativität und erlebte Freiheit sind Werte, die eine breit wirkende Faszination ausüben. Da ist man einfach gerne dabei. Auch aus psychologischer Sichtweise kann Klettern einiges bewirken. Vor allem geht es dabei um Selbstvertrauen und Selbstwahrnehmung. Wenn Herausforderungen kontrolliert bezwungen und Höhenangst überwunden werden, nimmt beides zu. Ganz zu schweigen vom pädagogischen Aspekt des gegenseitigen Sicherns. Sprich Stärkung des Gemeinschaftsgefühls.

Klettern stabilisiert den Körper

Klettern ist eine sehr natürliche Art der Bewegung. Es folgt Grundbewegungsmustern, die in jedem Menschen stecken. Beispiel Säuglinge: Wenn die sich im Bett aufrichten wollen, dabei nach Halt suchen und auf das Gitterbett steigen, tun sie nichts anderes als klettern. Später im Erwachsenenalter wird Klettern zum Hobby oder im Bedarfsfall sogar als Therapieform konsumiert.

Therapie durch Klettern

Im Klettersport stecken so manche therapierelevante Ansätze. Zum Beispiel im Hinblick auf die Belastung sowie Beanspruchung des Bewegungsapparates. Auf neurophysiologischer Ebene zur Behandlung von neuromuskulären Störungen bei orthopädischen, traumatologischen (Schulter, Wirbelsäule, Hüfte, Knie) und neurologischen Indikationen (z. B. Multiple Sklerose). Klettern kann ebenso die Ganzkörperkoordination, die Psyche (Motivation) bis hin zur Mobilisierung der Wirbelsäule bei Fehlhaltungen verbessern kann.
Auch bei der Behandlung von Menschen mit Wirbelsäulenproblemen oder mit rheumatischen Beschwerden kommt das Klettern gerne zum Einsatz, oder wenn es gilt, den Köper in der Rehabilitation oder Primärprävention zu stabilisieren. Die Fähigkeit zur Stabilisierung des Rumpfes ist deshalb so wichtig, weil der Körper genau das vor jeder Bewegung automatisch versucht. Man spricht dabei vom sogenannten „Feed-forward-Effekt“. Insgesamt sind beim Klettern nahezu alle Muskelgruppen aktiv, weil das beim Aufbau von Körperspannung in den entsprechenden Klettersequenzen notwendig ist. Weite Züge, hohes Strecken, Eindrehen usw. fordern und fördern alle Sehnen und Bänder des Bewegungsapparates und erhöhen die Bewegungs- , Koordinierungs- und Balancefähigkeit. Und selbstverständlich stärkt Klettern auch das Herz-Kreislaufsystem.
 
Und nicht zu vergessen: Klettern stärkt die Muskulatur, sorgt für Abwechslung und macht Spaß
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