Muskelkater

Muskelkater? Nein danke!

Muskelkater ist ebenso unangenehm wie weit verbreitet. Einmal den untrainierten oder nicht aufgewärmten Körper zu stark belastet und schon zwickt und schmerzt es. Die brennende Frage lautet: Warum? Zur Beantwortung werfen wir schnell einen Blick durchs Elektronenmikroskop. Da zeigt sich nämlich, dass ein überlasteter Muskel Risse in den Muskelfasern hat. Sprich winzige Verletzungen, durch die langsam Wasser eindringt, so dass sich kleine Ödeme bilden. Die Muskelfaser schwillt dadurch an, wird gedehnt und das tut weh. Schon unglaublich, dass man früher den Muskelkater durch weitere Belastungen wegzutrainieren versuchte.  Zum Glück ist heute alles anders.

Durchblutung fördern

Heute hegt man die begründete Vermutung, dass es dem Muskel gut tut, wenn er sich langsam von den Verletzungen erholen kann. Zum Beispiel durch Ruhe und Schonung sowie mit allem, was die Durchblutung der Muskulatur fördert. Ein warmes Bad mit Kräutersalzen, Sauna, Massieren der betroffenen Körperpartien, durchblutungsfördernde Salben oder Muskelfluids zähmen den Muskelkater. Denn durch all diese Maßnahmen erweitern sich die Blutgefäße und die angesammelten Abfallprodukte werden schneller abtransportiert. Gute Ergebnisse erzielt man auch mit Enzympräparaten, wie Bromelain oder Trypsin. Sie bauen die Ödeme ab und spalten die Abfallstoffe in kleine Stücke, wodurch sie der Blutstrom leichter wegschaffen kann. Aber auch Bewegung in Maßen kann helfen.

Vorbeugen statt behandeln

Wer den Schmerzen trotzt, dem sei statt Fitness ausgiebiges Dehnen angeraten. Aber bitte ohne Nachfedern! Dabei dürfen die Bewegungen allerdings nur so ausgeführt werden, wie es der Muskel zulässt. Auch Schwimmen oder Joggen können heilsame Wirkung haben. Doch am besten ist es natürlich, dem Muskelkater vorzubeugen. Die Grundregel lautet: Niemals kalte Muskeln belasten! Damit genau das nicht passiert, beginnt der achtsame Sportler langsam und zwar nachdem er sich aufgewärmt hat. Zum Beispiel mit folgenden Lockerungsübungen: Auf-der-Stelle-Gehen, Arme rückwärts kreisen, Füße gut abrollen und Arme dabei hoch strecken, Arme kräftig schwingen, leichtes Joggen um den Kreislauf in Schwung zu bringen, ganzen Körper ausschütteln, Dehnungsübungen um die Elastizität der Muskeln, Sehnen und Bänder zu erhöhen.

Tipps zum Vorbeugen von Muskelkater:

Achtung Aufwärmsalben!

Auf das eigene Gefühl verlassen ist an sich eine gute Sache. Nur manchmal trügt es. Zum Beispiel, wenn man Aufwärmsalben verwendet. Sie vermitteln das Gefühl von Wärme, obgleich der Körper noch kalt ist.

Pausen einlegen!

Bei längeren Belastungen empfiehlt es sich, zwischendurch des Öfteren eine Pause einzulegen. Außer-dem sollte die Aktivität nicht abrupt sondern langsam beendet werden. Zum Beispiel durch gemütliches Auslaufen.
nach oben