Kletterseile

Arten, Einsatzbereiche, Pflege und Lagerung

Was Kletterer miteinander verbindet, ist nicht nur die Liebe zu ihrem Sport, sondern oftmals auch ein Seil.

Arten von Seilen und ihre Einsatzbereiche

Dynamische Seile
Sie kommen beim Klettern zur Partnersicherung zum Einsatz. Und zwar deshalb, weil diese Sorte die Energie des Sturzes aufnehmen kann.

Statische Seile
Das statische Seil dient als Fixseil zum Auf- und Absteigen. So etwa beim Höhenbergsteigen, Canyoning oder wenn eine Höhle erforschen werden will.

Einfachseile
Einfachseile kommen beim Sportklettern sowie in der Kletterhalle zum Einsatz und sind zwischen 6 und 11 Millimeter stark. Das ergibt ein Gewicht von 50 bis 80 Gramm pro Meter.

Zwillingsseile
Die dünnsten und gleichzeitig auch leichtesten Seile sind die Zwillingsseile. Knapp 7 bis 8 Millimeter Stärke ergeben 35 bis 45 Gramm je Meter. Zwillingseile werden von Zweierseilschaften verwendet, wobei immer beide Seilstränge in die Zwischensicherung eingehängt werden müssen.

Halbseile
Halbseile (7,8 bis 9 mm, 41 bis 55 Gramm) werden sowohl in der Zwillingsseil- als auch in der Halb-seiltechnik verwendet, bevorzugter Weise im alpinen Gelände.

Seilpflege

Völlig unabhängig von der Art des Seiles erweist sich die Pflege immer als äußerst wichtig. Verschmutzte Seile kann man Waschen. Man nehme dazu sauberes Wasser, nicht wärmer als 30°C, ein Feinwaschmittel oder ein spezielles Reinigungsmittel für Seile. Dazu eine Bürste, am besten aus Syn-thetik und schon kann’s losgehen. Wer sein Seil lieber in der Maschine säubert, legt es zuvor in einen Polsterbezug oder Stoffbeutel. Dann einfach Feinwaschgang mit weniger als 30° C einstellen. Nach dem Waschgang trocknet das Seil am liebsten an einem schattigen, gut belüfteten Ort, fernab von einer direkten Wärmequelle.

Lagerung von Seilen

Der perfekte Aufbewahrungsort für Seile sind dunkle, trockene und kühle Plätze möglichst ohne UV-Einstrahlung. Die Lagertemperatur sollte 80°C nicht übersteigen, die Lagerzeit nicht 15 Jahre.
 
Kleiner Tipp: Seile fühlen sich in Taschen mit freien Enden am wohlsten. Auf diese Weise verhindert man auch die lästige Knoten- und Krangelbildung.
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