Isolierjacken

Haben immer Saison

Goodbye Pullover - hello Isolierjacke!


Nicht in jeder Hinsicht ist die alte Zeit immer auch die gute. Am Beispiel Isolierjacken lässt sich nämlich ganz klar herausarbeiten, dass die Gegenwart durchaus angenehmere Seiten hat.

Man kann natürlich traurig sein, dass die gute alte Strickjacke aus Naturfasern heute nicht mehr das Nonplusultra in Sachen Wärmerückhaltevermögen darstellt. Andererseits macht es wenig Sinn, sich aus Sentimentalität dem Neuen und Besseren zu verwehren. Gemeint ist die Kunstfaser, verarbeitet zu hochmodernen und hochfunktionalen Isolierjacken. Tatsächlich können diese Newcomer mehr als der traditionelle Oldtimer namens Strickjacke. Sogar viel mehr! Isolierjacken sind nämlich nicht nur wärmer, sondern widerstehen auch Feuchtigkeit besser. Und sie sind meist auch leichter und platzsparender, was sich im Rucksack durchaus vorteilhaft bemerkbar macht. Aus diesen und anderen Gründen sind Isolierjacken für viele schon ein unverzichtbares Kleidungsstück, das immer Saison hat. Auch deshalb, weil es Wanderer im sommerlichen Frühtau zu Berge genauso wärmt wie winterfeste Outdoorfans, die es als Isolierschicht unter der Lagen-Jacke tragen. Oder als Außen- bzw. Mittelschicht.

Jacke ist nicht gleich Jacke

Bei aller Euphorie über so viele Vorteile sollte man sich dennoch vergegenwärtigen, dass es sehr unterschiedliche Jacken gibt. Das Spektrum ist von bemerkenswerter Breite und reicht von vollisolierenden Jacken bis zu Modellen, bei denen die Kunstfaserfüllung nur wenige Bereiche umfasst. Aber das sind bei weitem nicht die einzigen Differenzierungsmerkmale. So etwa kann sich der Konsument für eine völlig winddichte Jacke entscheiden. Oder dafür, einen zusätzlichen Windschutz im Gepäck mitzuführen. Ähnliches gilt für die Kapuze. Zu allem Überfluss spielen bei der Jackenauswahl auch noch die persönlichen Neigungen zur Transpiration und zum Auskühlen eine wichtige Rolle. Alles in allem sind das also gute Gründe, um in Sachen Isolierjacken noch einen weiteren Schritt in die Tiefe zu gehen.

Isolation auch bei Feuchtigkeit

Wie Isolierung bei einem Kleidungsstück funktioniert, ist leicht erklärt. Das jeweilige Material hindert die Luft mehr oder weniger gut daran, sich zu bewegen. Das reduziert den Austausch von kalter Luft außen und warmer Luft in Körpernähe. Selbiges gelingt natürlich dann besonders gut, wenn das Kleidungsstück entsprechend dick ist, wenngleich das nur die halbe Wahrheit ist. Denn es geht auch darum, wie gut die Fasern die Luftmoleküle festhalten können. Wie man weiß, können das Daunen ganz hervorragend. Das große Aber lautet: Werden sie feucht, reduziert das die Isolierleistung ganz gewaltig. Außerdem trocknen sie schlecht. Darum die Kunstfaser! Polyester zum Beispiel isoliert auch im feuchten Zustand. Ebenso Kunstdaunen wie etwa das allseits bekannte und beliebte PrimaLoft®. Allerdings sind auch damit noch nicht alle isolationsrelevanten Aspekte besprochen. Darüber hinaus spielen nämlich auch Schnitt, Passform, Abschlüsse und die Größe des isolierten Bereiches eine wichtige Rolle.

Guter Schnitt

Wie bereits angesprochen, unterscheiden sich vor allem dünne Isolierjacken aufgrund der Positionierung der wärmegedämmten Zonen. Bei manchen isolieren die Kunstfasern das gesamte Kleidungsstück. In andere Modelle sind zum Beispiel mehr oder weniger große Stretch-Bereiche eingearbeitet. Sie sind entweder mit einem Fleece isoliert, oder gar nicht. Wobei man darauf achten sollte, dass Jacken ohne Stretch-Einsätze die notwendige Größe haben. Sprich großzügiger Schnitt für ausreichende Beweglichkeit. Umgekehrt dürfen Jacken mit Stretch durchaus körpernah geschnitten sein. Aber aufpassen: In weit geschnittenen Modellen hat viel Luft zwischen Körper und Stoff Platz, die erst einmal erwärmt werden muss. Außerdem besteht das Risiko, dass Wärme durch die Bewegung entfleucht. Andererseits bedeutet engerer Schnitt auch weniger isolierte Zonen. Damit bei den Jacken die Wärme möglichst drinnen bleibt, bedarf es guter Abschlüsse.

Guter Abschluss

Die Notwendigkeit für gute Abschlüsse besteht bekanntlich am Kragen, an den Ärmeln und Hüften. Gut wäre ein möglichst enger Kragen. An den Ärmeln sind Bündchen oder elastische Gamaschen von Vorteil, die auf der Haut abschließen. Eine Alternative wären Elastikbereiche, die sich bis zu den Fingeransätzen nach vorne ziehen lassen, idealerweise mit Daumenlöchern. An den Hüften hat der gute alte Kordelzug immer noch seine Daseinsberechtigung, am besten mit getrennter Regulierung hinten und vorne. Kapuzen sind insofern absolut sinnvoll, als am Kopf die meiste Körperwärme verloren geht. Die Kriterien hier lauten: gute Trimmbarkeit und perfekte Passform.
nach oben