Geschlechterunterschiede beim Laufen

Warum Männer schneller sind und Frauen schneller regenerieren

In den meisten Bereich des Lebens herrscht nun schon beinahe Gleichberechtigung der Ge-schlechter, nur ein Unterschied ist unbestreitbar und zwar der körperliche. Die Körper von Mann und Frau wurden biologisch einfach anders konstruiert und beim gemeinsamen Laufen zeigt sich das leider deutlich.

Zuerst sei jedoch festgehalten, dass es beim Laufen nicht nur um die Schnelligkeit geht. Auch Faktoren wie Gleichmäßigkeit, Vermeidung von Verletzungen und Übersäuerung, sowie Ausdauer und Krafteinteilung definieren einen guten Läufer. Man darf also nicht automatisch schließen, dass der schnellere auch der bessere Läufer ist.

Die körperlichen Vorteile der Männer beim Laufen

Zwar muss nicht unbedingt jeder Mann schneller als jede Frau sein, aber wenn man den Mittelwert betrachtet, liegen die Herren Tempomäßig doch vorne. Das hat mehrere Gründe, die meisten davon sind körperlich:
  1. Die Größe: und das gleich mehrfach. Nicht nur in Sachen Körpergröße haben Männer im Durchschnitte die Nase vorne, auch ihre Extremitäten sind länger. Beides verschafft ihnen beim Laufen ein paar Zusatzmeter vor den Frauen.
  2. Die Muskeln: auch wenn es unfair ist, Männer haben mehr Muskelmasse und dafür we-niger Fett an ihrem Körper, gemeinsam mit den 20% mehr Mitochondrien in besagter Muskelmasse werden sie ein bisschen schneller.
  3. Die Sauerstoffversorgung: Mehr Sauerstoff im Blut bedeutet höhere Leistung und weil die männliche Hälft der Bevölkerung größere Herzen und Lungen hat, ist auch dieser Vorteil auf ihrer Seite. Hinzu kommt das bei Frauen im Blut ein geringerer Hämoglobinanteil herrscht, der ebenfalls zu verminderter Sauerstoffversorgung führt.
  4. Die Hormone: natürliches Doping ist ein weiterer Grund für den männlichen Vorsprung beim Laufen, das Testosteron in ihren Adern verleiht den Männern mehr Power beim Rennen. Der Hormonunterschied zwischen den Geschlechtern sorgt auch für Schwan-kungen in der Formkurve der Damen, in der ersten Zyklushälfte ist ihre Ausdauerleistung geschwächt.
  5. Die Wettkampfhaltung: Männer wollen Gewinnen, sagt die Wissenschaft. Woran das liegt, diesbezüglich ist man sich nicht ganz einig. Manche sagen es liegt an der Veranlagung, wieder andere behaupten die gesellschaftlichen Geschlechterbilder und –Erwartungen wären dafür verantwortlich.

Die körperlichen Vorteile der Frauen beim Laufen

Um ein guter Läufer zu sein, braucht es mehr als nur Schnelligkeit. Hier kommen die Vorteile, die das weibliche Geschlecht in die Waagschale wirft, zum Zug.
  1. Gleichmäßigkeit: Frauen laufen gleichmäßiger und das hat, nach einer Studie zufolge den Effekt, dass sie in der zweiten Rennhälfte nur um 11,7 % langsamer werden. Männer verringern ihr Tempo im zweiten Teil eines Laufes dagegen um 15,6 %.
  2. Selbsteinschätzung: Dieser Unterscheid liegt auch daran weibliche Läufer ihre Leistung besser einschätzen können und ihre Tempo automatisch so reguliere, dass eine Übersäuerung bzw- eine Überlastung der Muskeln vermieden wird.
  3. Fettverbrennung: Außerdem verbrennt der weibliche Körper freie Fettsäuren besser als der männliche, was ihnen vor allem bei langen Strecken einen Vorteil verschafft.
  4. Regeneration: Darüber hinaus geht’s bei den Damen schneller wieder weiter, denn ihre Regene-rationszeit ist deutlich kürzer und ihr Körper schneller wieder voll einsatzfähig.
  5. Dehnbarkeit: Im Allgemeinen sind Frauen auch seltener verletzt, das lässt sich auf die Dehnbar-keit ihrer Muskeln und des Bindegewebes zurückführen.
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