Geocaching

Alpine Schatzsuche!

Geocaching wird oft als moderne Form der Schnitzeljagd oder Schatzsuche bezeichnet. Beim alpinen Geocaching steht allerdings der Weg zum Schatz im Vordergrund, der oftmals gar nicht so einfach ist. So nach dem Motto: Ohne Geocaching wäre ich hier nie hergekommen

Geschichte des Geocachings

Beginnen wir mit einem kurzen Reise in die Vergangenheit zu den Anfängen des Geocachings. Die satellitenunterstützte Jagd auf den Kunststoffbehälter lässt sich nämlich auf das sogenannte Letterboxing zurückführen. Das gab es nachweislich schon im Jahr 1854 im englischen Dartmoor, wo es noch heute leidenschaftlich praktiziert wird. Beim Letterboxing werden ebenfalls an unterschiedlichen Orten Behältnisse aufgestellt, die es zu suchen gilt. Allerdings ohne technische Hilfe von oben, sondern mit erdmagnetischer Unterstützung. Sprich Kompass! Im Behälter befindet sich ein spezieller Stempel, mit dem der Letterboxer seinen Fund im persönlichen Logbuch dokumentiert. So weit, so analog. Geocaching ist quasi eine digitale Version des Letterboxings.

Was ist Geocaching

Geocaching  funktioniert in etwa so: Findet man als praktizierender Geocacher einen sehenswerten Ort in der Natur, teilt man ihn der Geocaching-Community freundlicherweise mit. Und zwar indem man seine GPS-Koordinaten zum Beispiel auf www.geocaching.com bekanntgibt. Eine kurze Beschreibung über die Länge und Beschaffenheit des Weges darf natürlich auch nicht fehlen. Außerdem versteckt man dort ein wetterfestes Behältnis mit Block und Bleistift zum Eintragen für alle, die sich erfolgreich auf die Suche machen. Im Prinzip also nichts anderes wie ein Gipfelbuch. Womit wir bei einem der großen Vorteile des Geocachings im Vergleich zu konventionellen Wanderführern oder Tourendatenbanken wären: Der Ausflug in die Berge muss nicht notwendigerweise auf einen Berggipfel führen, sondern kann auch auf einer Alm, in einer Höhle, bei einer Ruine oder einem anderen interessanten Ort enden.

Losmarschieren, finden und Interessensgruppen wählen

Wer sich nun auf die Suche nach so einem Ziel machen will, kopiert einfach die Zielkoordinaten auf ein GPS-Gerät oder auf ein kompatibles Smartphone und marschiert los. Nach dem Finden des Behälters trägt man sich im Buch ein und dokumentiert den Besuch auf der Internetseite des Geocaches. Auf diese Weise kristallisieren sich Gruppen mit ähnlichen Interessen heraus, die sich über die Bedingungen vor Ort austauschen oder in der Folge vielleicht sogar Gemeinschaftstouren unternehmen. Ein weiterer Vorteil von Geocaching: Das Regelwerk dieses „Spiels“ erlaubt auch die Verbindung mit anderen Outdoor-Sportarten. Neben Caches, die man zu Fuß erreicht, gibt es zum Beispiel welche für Kletterer. Oder solche, die nur mit einem Boot zu erreichen sind. Wer dennoch am liebsten in der Höhe sucht, dem sei der Griff zum Laptop und ein Blick auf www.geochaching.com empfohlen. Dort findet sich unter anderem eine Liste mit den Koordinaten der höchstgelegenen Geocaches im jeweiligen Bundesland. Wer keine Laptop dabei hat, liest einfach weiter.

Die höchsten Caches in Österreich: Geocaching-Empfehlungen für alle Bundesländer

Wer sich im Burgenland suchend auf den Weg nach ganz oben macht, „cached“ auf den 884 Meter hohen Gschriebenstein, die höchste Erhebung in unserem östlichsten Bundesland an der Grenze zu Ungarn. Guter Tipp: Dieser Cache lässt sich ideal mit einer Mountainbike-Tour kombinieren, weil man dort auf beiden Seiten der Grenze ein ausgedehntes Wegenetz vorfindet. Anders die Situation am Großglockner, mit 3.798 Meter der höchste Berg Österreichs. Der Cache befindet sich allerdings auf einer Höhe von 3.500 Metern im Bundesland Kärnten, also immer noch in hochalpinem Gelände, wo man nur mit entsprechender Ausrüstung und Bergerfahrung unterwegs sein sollte. In Niederösterreich ist der Schneeberg mit seinen drei markanten Gipfeln Klosterwappen (2.076), Kaiserstein (2.061) und Waxrigel (1.888) die höchste Erhebung. Den Cache befindet sich westlich unterhalb des Klosterwappens auf einer Höhe von ca. 2 .030 Metern unter Geröll versteckt. Wichtiger Hinweis: Ganz in der Nähe des Caches befindet sich eine große Doline!

Mit 2.515 Metern darf sich der Große Priel als höchster Berg Oberösterreichs rühmen. Bestiegen wird er meist von Hinterstoder aus. Man kann den Gipfel aber auch über den nicht gerade ganz einfach zu kletternden Bert-Rinesch-Steig erreichen. Den Cache findet man unterhalb des Westgrades an dessen Nordseite ungefähr 100 Meter vom Gipfel entfernt. Cached man sich in Salzburg nach ganz oben, führt am Großvenediger kein Weg vorbei. Die Dose findet man auf 3.480 Metern am Fuße des Hohen Aderls, wobei man zuerst den Gipfel bezwingen muss um hinzukommen. Für das Finden des Caches auf der steirischen Seite des Dachsteins müssen ein bis zwei Tage einkalkuliert werden. Jede Route in der Südwand ist ein hochalpines Großunternehmen für das es bester psychischer und physischer Voraussetzungen bedarf, will man den Cache ca. 50 Meter unterhalb des Gipfels erreichen. Ein Mindestmaß an alpiner Erfahrung und alpiner Gletscherausrüstung braucht man auch für den Cache auf der Wildspitze in Tirol, der ca. 20 Meer südöstlich vom Gipfelkreuz unter Steinen liegt. Bliebt als letzte Bundesland noch das Ländle (Vorarlberg) mit seinem höchsten Berg: dem 3.312 Meter hohen Piz Buin. Der Weg zum Gipfel erfordert die Überwindung von spaltenreichen Gletschern sowie eine Kletterei im 2. Schwierigkeitsgrad. Der Cache ist 10 bis 20 Meter nordwestlich des Gipfelkreuzes in einer Felsspalte platziert.
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