Fahrradhelme

Worauf Sie beim Kauf achten sollten

Sitz und Passform eines Fahrradhelms

Bei der Wahl des Fahrradhelms gilt es vor allem auf den richtigen Sitz zu achten. Ein richtig eingestellter und sitzender Fahrradhelm sitzt gerade auf dem Kopf - weder zu weit im Nacken noch zu weit in der Stirn. Die dreieckigen Riemen an den Ohren sollten direkt unterhalb des Ohrs sitzen. So hat der Helm Halt an den Seiten und verrutscht nicht. Auch am Kopf sollte der Fahrradhelm nicht wackeln.
SPORT 2000 empfiehlt, den Fahrradhelm direkt beim Sportfachhändler anpassen zu lassen und ausreichend Zeit für die Wahl eines passenden Modells einzuplanen. Denn ein falsch oder gar nicht eingestellter Helm kann bei einem Sturz sogar mehr schaden als nützen.

Fahrradhelm nach einem Sturz tauschen

Nach einem Sturz bietet ein Fahrradhelm im Übrigen keine ausreichende Sicherheit mehr und sollte ausgetauscht werden. Auch wenn äußerlich keine direkten Bruchspuren sichtbar sind.

Fahrradhelme für Kinder

Bei Kindern sollte man auf keinen Fall auf das Hineinwachsen des Kindes in die gekaufte Helmgröße warten. Eine Lösung sind Helme mit einem möglichst großzügigen Verstellbereich.

Bauweisen und Materialien von Fahrradhelmen

Inmold-Verfahren
Das Gros der Fahrradhelme entsteht im sogenannten Inmold-Verfahren. Das bedeutet, dass man Schale und Dämpfungsmaterial bei Hitze in einem Schritt verbäckt. Die Vorteile: Beide Bauelemente stabilisieren sich gegenseitig und man spart Gewicht. Die Außenschale besteht zumeist aus Polycarbonat. Wichtig: Der Helm muss nach einem Sturz unbedingt ausgetauscht werden. Für die Innenschale verwenden die Hersteller in der Regel EPS, besser bekannt als Styropor.

Hartschale
Diese Helme werden in einem zweistufen Verfahren hergestellt und sind im Segment der Radfahrhelme nicht so verbreitet wie die Inmold-Kollegen. Die Vollintegralhelme für Downhill-Fahrer etwa sind typische Vertreter der Hartschalenfraktion. Schale und Dämpfungskappe werden hier zunächst getrennt hergestellt und erst später miteinander verbunden.

Belüftung, Wetter- und Insektenschutz und Sichtbarkeit

Auch auf eine ausreichende Belüftung sollte bei einem Fahrradhelm Wert gelegt werden. Zum Schutz vor Wind und Wetter gibt es mittlerweile auch schon Helme mit herausnehmbaren Innenfutter gibt. Straßenrennradfahrer oder Mountainbiker sollten Wert auf ein Insektenschutzgitter in den Lüftungsschlitzen und auf Sonnenschutzblenden legen.
 
Weil nun auch immer mehr Alltagsradler Köpfchen beweisen und es mit einem Helm schützen, werden die Straßenverkehrstauglichkeit sowie modische Aspekte kontinuierlich wichtiger. Reflektoren oder besser LED-Leuchten auf der Helmrückseite erhöhen die Sicherheit. Wenngleich rechtlich gesehen letztere nicht das Rücklicht am Rad gemäß Straßenverkehrsordnung ersetzen können.
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