Bikerucksäcke

Was ein Fahrradrucksack können soll

Mit Sack und Pack am Bike

Auf einem Bike-Rucksack muss nicht unbedingt Bike-Rucksack draufstehen, damit er seinen Zweck optimal erfüllt. Es genügt, wenn er in zweckdienlicher Weise dem Radfahrer einige Herzenswünsche erfüllt.

Multifunktionalität von Bike-Rucksäcken

Tatsächlich sind viele Rucksäcke, die sich für die zweiradbewegte Freizeitgestaltung eignen, so etwas wir funktionale Hybride. Soll heißen, dass sie auch bei manch anderer Sportart ihre Vorzüge ausspielen. Zum Beispiel beim Speedhiking oder Trail Running. Also überall dort, wo auch ein bisschen Geschwindigkeit im Spiel ist. Fragt sich, welche Voraussetzungen Rucksäcke dieser Art erfüllen müssen. Beginnen wir mit dem Offensichtlichen. Sprich mit der Größe, die beim Biken gar nicht so üppig bemessen sein sollte. Die gängigen Volumina bewegen sich in etwa zwischen 12 und 24 Liter. In unmittelbarem Zusammenhang damit steht klarerweise auch das Fas-sungsvermögen des Hauptfaches.

Stauraum-Aufteilung

Den Stauraum des Hauptfaches erschließt man sich je nach Modell auf unterschiedliche Weise. Meistens über den gängigen u-förmigen Reißverschluss, der das Fach zum Teil oder zur Gänze öffnet. Der Vorteil liegt im Überblick, den der so geöffnet Rucksack nun bietet. Der Nachteil: Das eine oder andere Gepäcksstück kann herausfallen. Die klassischen Rucksäcke mit Deckel zum Wegklappen minimieren diese Gefahr. Was hier aber verloren geht, ist die Übersichtlichkeit. Bei den Modellen mit Reißverschlüssen in u-Form und zwei Reißverschlussschiebern empfiehlt sich eine Sicherung gegen selbstständiges Öffnen. Ist man dann einmal im Herzen des Rucksackes drin, erfreuen den Biker zusätzliche kleine Taschen. Sie helfen, Ordnung zu halten. Ebenfalls keine Seltenheit im Zentralraum des Sackes sind Fächer für Trinkbeutel samt deren Aufhängung und ein Getränkefach zwischen Hauptfach und Rückenkonstruktion.

Trinkfunktion

Wir bleiben flüssig, wenden uns aber der Außenseite des Rucksackes zu. Bei vielen Modellen befindet sich nämlich genau dort der Platz fürs kühlende Getränk. Ausgenommen Modelle mit einem Trinkbeutel inklusive Trinkschlauch im Inneren. Die Schlauchausgänge befinden sich in der Regel im Nacken oder auf den Schultern. Sprich Wahlmöglichkeit je nachdem, ob man „Rechts- oder Linkstrinker“ ist. Unabhängig von diesen persönlichen Richtungsentscheidungen freut sich der Biker auch über Taschen im Außenbereich. Genauer gesagt an der Front des Rucksackes, an seinen beiden Seiten sowie am Hüftgurt. Netztaschen sind hier keine Seltenheit, eher schon das praktische Bodenfach. Vor allem jenes mit integrierter Werkzeugtasche, wie man es nur bei wenigen Modellen findet.

Verstaumöglichkeiten für den Helm

Wenn schlaue Fahrradfahrer ihren Helm abnehmen, dann nur, nachdem sie aus dem Sattel gestiegen sind. Normalerweise lässt sich der Schutz dann an jedem Rucksack befestigen, wenn-gleich die Lösungen in ihrer Stilistik durchaus variieren. Echte Bike-Rucksäcke haben hier meist die Nase vorn. Mit der Frontflappe etwa lässt sich der Helm schnell und sicher arretieren. Viel öfter, weil üblicher, begegnet einem das Netz, das sich im Bodenfach oder in einer kleinen Tasche an der Außenseite versteckt. Fehlt das eine wie das andere, empfiehlt es sich, auf die ausrei-chende Größe vorhandener Schlaufen zwecks Helmbefestigung zu achten. Achtsamkeit ist auch in Sachen Sichtbarkeit ein guter Begleiter.

Regenschutz und Sichtbarkeit

Blinkende Rucksäcke sind heute keine Seltenheit mehr. Im Grund reichen aber auch Reflektoren. Wobei wenig überraschend hier die Devise gilt: Je mehr und je größer, desto besser. Anders beim Regenschutz. Hier kommt es auf exakte Passgenauigkeit an, die den Inhalt des Rucksackes vor H2O-Einflüssen schützen soll. Idealerweise findet man den Regenschutz in separaten, eventuell sogar löchrigen Fächern, damit das Regenwasser abfließen kann. Wichtiges Kriterium auch hier die Sichtbarkeit. Wer in Sachen Wasser keine Kompromisse eingehen will, kauft sich einen Rucksack, der per se dicht ist. Auch den gibt es nämlich. Wie angenehmen sich ein Rucksack im Allgemeinen und ein Radrucksack im Besonderen tragen lassen, bestimmt ganz wesentlich das Tragesystem.

Tragesystem

Das Tragesystem besteht aus dem Rücken, den Schulterriemen, dem Hüft- sowie dem Brustgurt. Als wichtigstes Kriterium erweist sich das Zusammenspiel mit dem Körper, weshalb Probieren unbedingt nottut. Am besten gleich mit der eigenen Trinkflasche und dicker Jacke zum Pro-bebepacken. Tragesysteme gibt es wie Sand am Meer, was ebenfalls für gründliches Probieren spricht. Bei den eher gering volumigen Bike-Rucksäcken etwa mutiert der Hüft- oft zum Bauch-gurt. Er sitzt dadurch höher und erfüllt primär Stabilisierungszwecke. Manche Modelle verzichten überhaupt auf den Bauchgurt. Der Trick: Die Schultergurte beginnen unten an der Ruck-sackvorderseite. Das zieht das Gewicht des Sackes schräg nach oben. Hier tragen die Schultern das gesamte Gewicht, was bei Nutzlasten von bis zu ca. 4 kg kein Problem darstellen sollte. Absolute Sicherheit bei der Auswahl gibt es jedoch nur nach Rücksprache im Fachgeschäft.
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