10 Tipps für mehr Sicherheit am Berg

Beachten Sie die 10 Gebote am Berg zur Ihrer eigenen Sicherheit

Moses kam einst mit 10 Geboten vom Berg Sinai herunter, wir Normalgläubige gehen mit 10 Empfehlungen die Berge hinauf. So will es der wohlmeinende Alpenverein mit seinen Geboten, deren Befolgung durchaus Sinn macht. Hier eine Kurzfassung:

Tipp 1: Gesund in die Berge

Weil Bergewandern ein Ausdauersport ist, sollte man den Status quo von Herz und Kreislauf realistisch einschätzen. So könnten immerhin knapp 50% der Alpintoten verhindert werden, die beim Wandern einem Herzinfarkt erliegen. Im Zweifelsfall lohnt sich ein prophylaktischer Gang zum Sportarzt.

Tipp 2: Sorgfältige Planung

Wer in die Berge geht, sollte mit Wanderkarten und Petrus auf „Du und du“ sein. Denn Wind und Kälte könne das Unfallrisiko erhöhen. In Gemeinschaft gilt es, die Tour immer auf das Können der Gruppe abzustimmen.

Tipp 3: Vollständige Ausrüstung

„Passe deine Ausrüstung deiner Unternehmung an und achte auf geringes Rucksackgewicht“, lautet die Devise in Sachen Ausrüstung. Regen-, Kälte- und Sonnenschutz sowie Erste-Hilfe-Paket gehören ohnehin zwingend in den Rucksack.

Tipp 4: Passendes Schuhwerk

Für die notwendige Trittsicherheit (siehe auch nächstes Gebot), den notwendigen Schutz und die Entlastung des Fußes empfehlen sich gute Wanderschuhe, die selbstredend perfekt passen müssen. Weitere Must-haves: rutschfeste Profilsohle, Wasserdichtigkeit und geringes Gewicht.

Tipp 5: Trittsicherheit ist entscheidend

Ausrutschen gilt als die häufigste Unfallursache. Neben ungeeignetem Schuhwerk können auch hohes Tempo und Müdigkeit die Trittsicherheit entscheidend beeinträchtigen.

Tipp 6: Auf markierten Wegen bleiben

Im weglosen Gelände steigt das Risiko für Orientierungsverlust, Absturz und Steinschlag. Deshalb macht es Sinn, Abkürzungen zu vermeiden. Häufig unterschätzt und sehr gefährlich sind Altschneefelder!

Tipp 7: Regelmäßige Pausen

Rechtzeitiges Rasten dient nicht nur dem Genuss der Landschaft, sondern auch der Regeneration. Vor allem wenn man dabei isst und trinkt. Zum Beispiel isotonische Getränke und Müsliriegel, Trockenobst und Kekse.

Tipp 8: Verantwortung für Kinder

Abwechslung und spielerisches Entdecken sollen bei Kindern im Vordergrund stehen. Passagen mit Absturzrisiko erfordern 1:1-Betreuung durch einen Erwachsenen.

Tipp 9: Kleine Gruppen

Kleine Gruppen sind flexibler und ermöglichen gegenseitige Hilfe. Umgekehrt gilt für Alleingänger: Schon kleine Zwischenfälle können zu ernsten Notlagen führen.

Tipp 10: Respekt für die Natur

Keine Abfälle zurücklassen, Lärm vermeiden, auf den Wegen bleiben, Wild- und Weidetiere nicht beunruhigen, Pflanzen unberührt lassen und Schutzgebiete respektieren sind die wichtigsten Beweise dafür, dass man die Natur wirklich respektiert.

Quelle: DI Gerhard Mössmer/Alpenverein
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