Durstlöscher
Schwitzen bedeutet nicht nur Flüssigkeitsverlust. Transpirieren ohne Ausgleichsmaßnahme führt auch zu einem Mineralstoff- und Leistungsdefizit.
Sporteln ohne Trinken ist wie Autofahren ohne Tanken. Irgendwann geht gar nichts mehr. Damit man nicht - im übertragenen Sinne natürlich - irgendwo liegen bleibt, empfiehlt es sich, Flüssigkeit einzupacken. Und schon etwa eine halbe Stunde vor der Aktivität einen kräftigen Schluck zu sich zu nehmen. Bevor wir uns nun den Details dazu widmen, der Vollständigkeit halber noch einige Worte zum Trinken allgemein.
Besser früher als später
Ohne Sport braucht der erwachsene Mensch zwischen 1,5 und 2 Liter reine Trinkflüssigkeit pro Tag. Das sagen zumindest Ernährungsexperten. Was sie noch sagen ist, dass beim Sport je nach Belastungsdauer, Intensität und Umgebungstemperatur zwischen 1 und 4 Liter in den Körper rein sollten. Aber nicht erst dann, wenn sich der Durstreflex meldet, sondern schon viel früher. Am besten regelmäßig so in Abständen von 15 bis 20 Minuten. Wer zu spät trinkt, kann den Flüssigkeitsverlust nicht mehr ausreichend kompensieren. Und dann drohen unangenehmen Konsequenzen.
Keine Schwäche zeigen
Ein Flüssigkeitsverlust von 2 % des Körpergewichtes zieht eine Verminderung der Ausdauerleistung nach sich. Bei 4 % lässt die Kraftleistung nach. 5 % bedeuten schon physiologische Veränderung wie Anstieg der Herzfrequenz, Müdigkeit, Erbrechen und Muskelkrämpfe. 10 % sollte wirklich niemand mehr ausprobieren, drohen in diesem Fall doch wirklich ernsthafte Symptome, die den Flüssigkeitsverweigerer sogar in Lebensgefahr bringen können. Aber so weit sollte es bei all den Angeboten an Trinkbarem nicht kommen.
Isotonische Energie
Bei all der Vielfalt in den Regalen der Anbieter sollte ein Durstlöscher doch einige grundsätzliche Eigenschaften erfüllen. Nicht zu kalt und isotonisch zum Beispiel. Weitere wichtige Aufgaben eines idealen Durstlöscher sind das Ausgleichen des Mineralstoffverlustes und das Stabilisieren des Blut-zuckerspiegels. Vorsicht ist bei den sogenannten Energy-Drinks geboten. Denn viele davon enthalten eine hohe Dosis Zucker.
Der ideale Durstlöscher
Zum Glück gibt es einen ganz einfach herzustellenden Drink der alles kann, was ein Durstlöscher können muss. Apfelsaft mit Wasser verdünnt ist eines vom besten, was man sich in den schwitzenden Körper leeren kann. Und als kleine geschmackliche Abwechslung darf es auch mal der gespritzte schwarze Johannisbeersaft sein. Wer sich nach dem Sport mit einem Radler oder gar einem Bier pur belohnen will, der sei an dieser Stelle auf die dadurch verzögerte Regenerationsfähigkeit des Körpers aufmerksam gemacht. Und all jenen, die auf selber gemachte Abwechslung stehen, dem sind die „Sportgetränke zum Selbermachen“ ans durstig pochende Herz gelegt.
Sportgetränke zum Selbermachen
Es gibt genügend ausgezeichnete isotonische Getränke, die sich einfach und bequem kaufen lassen. Doch man kann auch mal selber etwas mixen:
1. 1 Liter Tee mit 30 g Zucker, dazu 30 bis 40 g Maltodextrin plus 1 g Kochsalz.
2. Man nehme 0,5 Liter Fruchtmolke und 0,5 Liter Wasser plus 1 bis 2 g Kochsalz.